Heute ist der 18.05.2026 und wir schauen nach Zürich, wo sich einiges tut in der Welt der Medizin. Ab dem Jahr 2030 wird die Universität Zürich die Medizinstudienplätze von derzeit 430 auf stolze 700 aufstocken. Ein gewaltiger Schritt, um dem Ärztemangel in der Schweiz entgegenzuwirken. Der Kanton Zürich hat dafür kürzlich einen Kredit von 25 Millionen Franken genehmigt, was die Sache etwas greifbarer macht. Ronald Alder, stellvertretender Geschäftsleiter des Verbands Zürcher Krankenhäuser, hebt hervor, wie wichtig es ist, mehr Ärztinnen und Ärzte auszubilden, insbesondere angesichts der steigenden Zahl pensionierter Ärzte, die in den kommenden Jahren auf den Ruhestand zusteuern.

Aktuell befinden sich rund 2500 Assistenzärztinnen und -ärzte in den Zürcher Spitälern in der Ausbildung. Aber das reicht nicht, um die Lücken zu füllen, die entstehen werden. In etwa zehn Jahren werden die neuen Medizinstudierenden dringend als Assistenzärztinnen und -ärzte benötigt. Und während die Idee, mehr Medizinstudienplätze zu schaffen, im Kantonsrat weitestgehend unbestritten war, werfen Kritiker die Frage auf: Reicht das aus? Schließlich gibt es noch viel mehr zu bedenken, als nur die Anzahl der Studienplätze.

Der Plan und die Herausforderungen

Das Projekt mit dem Namen «Med500+» sieht nicht nur die Erhöhung der Studienplätze vor, sondern auch notwendige Anpassungen am Curriculum, um das Studium praxisnäher zu gestalten. Dazu gehört die Einführung einer Simulationsklinik und die Bereitstellung zusätzlicher Ausbildungsflächen von rund 24.000 Quadratmetern. Zehn neue Professuren sollen dazu beitragen, dass die Qualität der Ausbildung nicht leidet. Das alles hat seinen Preis – die Gesamtkosten für den Ausbau werden bis 2036 auf fast eine halbe Milliarde Franken geschätzt. Wow, das ist eine Ansage!

Die Situation ist komplex. Über 40% der praktizierenden Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz kommen aus dem Ausland. Das zeigt, wie international die medizinische Landschaft ist. Gleichzeitig wird prognostiziert, dass bis 2040 ein Mangel von 5.500 bis 8.700 Ärztinnen und Ärzten entstehen könnte. Was für eine Zahl! Die nationale Politik wird für ihre unzureichende Beachtung der Nachwuchsausbildung kritisiert, während die Fokussierung auf Kosten in der Gesundheitsversorgung immer deutlicher wird. Es wird also spannend sein zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

Der Weg in die Zukunft

Die Zürcher Spitäler stehen vor der Herausforderung, mehr Assistenzstellen zu schaffen. Und das nicht nur aus gutem Willen, sondern aus einer echten Notwendigkeit heraus. Fragen zur finanziellen Tragfähigkeit und zur Verfügbarkeit von Patientinnen und Patienten sowie Personal für die Betreuung der Assistenzärztinnen und -ärzte stehen im Raum. Es sind nicht nur die Zahlen, die zählen – auch die Umstände müssen stimmen. Der Kanton plant im Rahmen der Totalrevision des Gesundheitsgesetzes weitere Maßnahmen im ambulanten Bereich. Das könnte dazu führen, dass mehr Ausbildungsplätze in Hausarztpraxen und Ambulatorien geschaffen werden, um diese Herausforderung zu meistern.

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Die Diskussion um den Numerus Clausus, der die Medizinstudienplätze begrenzt, bleibt ebenfalls ein heißes Eisen. Kritiker warnen davor, dass zusätzliche Studienplätze allein nicht ausreichen, um das Problem zu lösen. Es braucht auch bessere Arbeitsbedingungen, um die neuen Ärztinnen und Ärzte langfristig im Beruf zu halten. Wenn das alles klappt, könnte Zürich nicht nur die Anzahl an Ärzten erhöhen, sondern auch die Qualität der medizinischen Versorgung in der Region nachhaltig verbessern. Hoffen wir mal, dass die Pläne nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern auch in der Realität greifen!