Heute ist der 8.07.2026 und wir sind hier in Zürich, wo der Stadtrat gerade ein spannendes Projekt prüft, das nicht nur die junge Generation, sondern auch unsere Umwelt betreffen könnte. Die Idee? Ein Gutschein für ein Interrail-Ticket für alle 18-Jährigen in der Stadt, um die Zugreisen zu fördern und Flugreisen zu reduzieren. Die SP und die Grünen haben diesen Vorschlag ins Leben gerufen, um die direkte Treibhausgasemissionen bis 2040 auf netto null zu senken. Das klingt nach einem ambitionierten Ziel, oder? Und das ist es auch! Denn im Moment ist das Fliegen der größte Übeltäter in Sachen CO2-Emissionen in Zürich.

Die Zahlen sprechen für sich: Die Zürcher fliegen im Schnitt über 10.500 Kilometer im Jahr – das ist mehr als der Abstand von hier bis nach Neuseeland! Und nicht nur das, die Flugreisen verursachen pro Kopf mehr Klimaverschmutzung als Heizungen, Autos und sogar der gesamte Energieverbrauch der Stadt zusammen. Das geht einfach nicht! Wenn jeder Zürcher auf jeden zweiten Europaflug verzichten würde, könnte die Stadt ihre Emissionen um 20 Prozent senken. Also, wie wäre es, wenn wir den Zug als die umweltfreundliche Alternative zum Billigflug ins Herz der Bevölkerung rücken?

Ein Schritt in die richtige Richtung

Der Vorschlag wird als Postulat behandelt, was bedeutet, dass der Stadtrat zwar seine Überlegungen anstellt, jedoch keine bindende Entscheidung trifft. Ein bisschen wie beim Schach, wo man erst mal die Züge abwägt, bevor man wirklich angreift. Der Stadtrat hat jedoch schon gesagt, dass das umweltpolitische Anliegen nachvollziehbar ist. Aber gleichzeitig gibt es Bedenken, ob ein Gutschein tatsächlich die Hebelwirkung hat, die nötig wäre, um die Menschen zum Umdenken zu bewegen. Kostenpunkt? Etwa 1 Million Franken pro Jahr – nicht gerade ein Schnäppchen, aber vielleicht eine Investition in die Zukunft!

Man muss auch bedenken, dass die Flugemissionen pro Person rund 3,2 Tonnen CO2-Äquivalent betragen und damit über dem von Klimawissenschaftlern als nachhaltig angesehenen Niveau liegen. Um auf dem 1,5 °C-Pfad zu bleiben, müssten wir diese Emissionen bis 2035 auf etwa 2,7 Tonnen pro Jahr senken. Ein ordentlicher Brocken, den wir da vor uns haben! Und wenn das nicht genug ist, verursacht der Luftverkehr sogar 50% mehr CO2 als alle städtischen Aktivitäten zusammen – das ist einfach nicht zu fassen!

Alternativen und Lösungen

Die Stadt hat ein paar alternative Maßnahmen im Petto, um die Emissionen zu senken: eine Erhöhung der Flugticketsteuer, die Abschaffung von Subventionen für klimaschädliche Flüge und Kommunikationskampagnen zur Förderung von Bahnalternativen. Das Umweltdepartement arbeitet derzeit an einem Projekt mit dem Namen „Zürich fliegt anders“ – was für ein kreativer Ansatz! Die Idee ist klar: Fliegen soll nicht mehr die erste Wahl sein, wenn es darum geht, von A nach B zu kommen. Die Menschen müssen die Vorzüge des Zugreisens entdecken, die oft übersehen werden.

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Ein kleiner Seitenblick auf die Zahlen: Laut dem Klimazwischenbericht der Stadt stammen 16% der CO2-Emissionen aus direkten Emissionen innerhalb der Stadtgrenzen. 84% sind indirekt und entstehen durch Konsum im Ausland. Ein starkes Argument dafür, dass wir auch unser Konsumverhalten überdenken müssen. Die Schweiz zählt zu den Ländern mit den höchsten CO2-Emissionen weltweit, und das liegt nicht nur an unserem hohen Lebensstandard, sondern auch an den strukturellen Ungleichgewichten durch den hohen Import von Konsumgütern.

Das Thema ist also nicht nur komplex, sondern auch unglaublich wichtig! Die Frage bleibt: Schaffen wir es, die Menschen dazu zu bringen, ihre Gewohnheiten zu ändern? Es ist an der Zeit, die Züge wieder zum Erlebnis zu machen und die Schönheiten der Schweiz zu entdecken, bevor man in den Flieger steigt. Vielleicht ist das Interrail-Ticket das erste Schritt in eine umweltfreundlichere Zukunft – für die Generation, die gerade ihren Platz in der Welt findet.