Heute ist der 27.05.2026 und die Finanzlage der Zürcher Gemeinden sorgt für Aufsehen. Im Jahr 2024 haben sie einen Überschuss von rund 1,1 Milliarden Franken erzielt – nicht schlecht, oder? Ganze 86 Prozent von 160 politischen Gemeinden konnten das Rechnungsjahr positiv abschließen. Bei den Schulgemeinden sieht es ebenso erfreulich aus: 65 Prozent schlossen mit einem positiven Ergebnis ab, ein klarer Anstieg im Vergleich zu 54 Prozent im Jahr 2023. Da fragt man sich doch, wo die Kniffe stecken, die solche Erfolge ermöglichen!
Das Eigenkapital der Gemeinden ist auf 13,3 Milliarden Franken gestiegen, ein schöner Sprung von 12,2 Milliarden. Aber es gibt auch einen Wermutstropfen: Die langfristigen Schulden stiegen von 8,2 auf 9,5 Milliarden Franken. Dennoch bleibt die Verschuldung für die meisten Gemeinden tragbar, dank stabiler Einnahmen und vorhandenen Vermögen. Eine Mehrheit investiert weiter und finanziert einen Teil ihrer Ausgaben aus eigenen Mitteln. Allerdings gibt es auch eine Minderheit, die es finanziell schwer hat – niedrige Steuerkraft, hohe Verschuldung und hohe Ausgaben machen das Leben nicht einfach.
Die Sorgenfalten der Zukunft
Und jetzt kommt der Clou: Die Gemeinden blicken mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Zwischen 2025 und 2028 erwarten sie eine Verschlechterung ihrer Finanzlage. Negative Jahresergebnisse und steigende Schulden stehen auf der Liste. Ein bisschen ironisch, oder? Denn schon bei den Prognosen für 2022 bis 2024 wurde eine negative Entwicklung erwartet, die sich jedoch nicht bewahrheitet hat. Einige bereits veröffentlichte Jahresergebnisse für 2025 deuten sogar auf eine positive Entwicklung hin. Was ist da los? Hat man vielleicht das Glück auf seiner Seite?
Parallel dazu sieht es in Deutschland ganz anders aus. Da wiesen die Kern- und Extrahaushalte der Gemeinden im Jahr 2025 ein Finanzierungsdefizit von 31,9 Milliarden Euro auf – das höchste seit der Wiedervereinigung 1990. Und das Defizit übertraf sogar den Rekordwert von 2024 um satte 7,1 Milliarden Euro. Da fragt man sich schon, wo die Unterschiede zwischen den Ländern liegen. 7,5 Prozent der Ausgaben waren nicht durch reguläre Einnahmen gedeckt und mussten durch Kassenkredite finanziert werden.
Ein Blick auf die Ausgaben
Die Ausgaben der deutschen Gemeinden stiegen 2025 um 5,6 Prozent auf 423,3 Milliarden Euro. Besonders die Personalausgaben, die um 6,8 Prozent auf 113,4 Milliarden Euro kletterten, sorgten für Aufsehen. Das war nicht nur eine Folge von Tariferhöhungen, sondern auch von einem gewissen Personalaufbau. Die Ausgaben für Sozialleistungen betrugen 90 Milliarden Euro und stiegen um 5,9 Prozent. Da haben wir also einen ganz anderen Wind, der weht. Während die Zürcher Gemeinden noch optimistisch in die Zukunft blicken, kämpfen die deutschen Kommunen mit enormen Defiziten und steigenden Schulden.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die finanzielle Lage der Zürcher Gemeinden entwickeln wird. Vielleicht ist es ja der charmante Zürcher Optimismus, der sie durch jede Herausforderung trägt! Wer weiß, vielleicht wird bald auch die Minderheit der Gemeinden mit einer soliden Finanzlage glänzen. Die nächsten Jahre halten einige Überraschungen bereit – und wir sind mittendrin!