Heute ist der 24.05.2026 und die digitale Transformation in unseren Städten ist ein heisses Thema. Hier in Zürich, wie auch in vielen anderen Schweizer Städten, wird kräftig in digitale Technologien investiert. Das Ziel? Eine Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen, eine smarte Verkehrsoptimierung und eine effiziente Parkplatzvermittlung. Doch bei all diesen Fortschritten stellt sich die Frage: Wer hat eigentlich die Kontrolle über die Systeme und unsere Daten?

Die Grundlage dieser digitalen Innovationen ist die Erfassung und Analyse riesiger Datenmengen – darunter auch persönliche Informationen. Das klingt ja alles sehr futuristisch, aber es gibt eine Schattenseite. Experten wie Jasmin Dall’Agnola weisen darauf hin, dass wir uns ernsthafte Gedanken über die Kontrolle und den Umgang mit diesen gesammelten Daten machen sollten. Und das ist nicht unbegründet. Immerhin waren im Jahr 2024 über 73 Millionen digitale Geräte in der Schweiz im Umlauf, was zu einem gewaltigen Informationsfluss führt. Ein Verhau an Daten, könnte man fast sagen.

Die Rolle der großen Tech-Firmen

Die Abhängigkeit von großen Tech-Unternehmen, insbesondere im Bereich der Cloud-Infrastruktur, wird von Stadtvertretern wie David Weber von Smart City Zürich nicht verschwiegen. Diese Unternehmen haben einen mächtigen Einfluss auf die städtischen Digitalisierungsprojekte. Ein Beispiel dafür sind die digitalen Verkehrsmanagementsysteme, die in Städten wie Zürich und Genf zum Einsatz kommen. Hier wird KI genutzt, um den Verkehr zu überwachen und zu steuern. Das klingt zwar beeindruckend, wirft aber auch einige Bedenken auf – vor allem in Bezug auf unsere Privatsphäre.

In Zürich wird sogar ein digitaler Zwilling entwickelt, um den Verkehrsfluss zu simulieren und zu optimieren. So weit, so gut. Doch was ist mit den Daten, die dabei gesammelt werden? Die Rolle von externen Anbietern bleibt undurchsichtig, und es gibt keine klare Verpflichtung zur Information der Bürger über die geplanten Smart-City-Projekte. Das lässt einen schon ein wenig skeptisch werden, oder? Die Meinung von Barbara Jenkins ist klar: Die Kontrolle über unsere Daten muss dringend verbessert werden.

Datenschutz und ethische Überlegungen

Ein weiterer Aspekt, der nicht unter den Teppich gekehrt werden sollte, ist die Bewertung von Datenschutzrisiken bei digitalen Projekten. Im Kanton Zürich müssen die Behörden hier besonders vorsichtig sein. Doch der Einsatz von KI macht diese Bewertung alles andere als einfach. Wenn man darüber nachdenkt, ist es schon ein bisschen gruselig, dass externe Anbieter potenziell unbefugten Zugang zu unseren Daten haben könnten.

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Zusätzlich gibt es keinen einheitlichen Standard, wie die Bürger über diese Projekte informiert werden. Das sorgt für zusätzliche Skepsis und Fragen. Man könnte fast meinen, dass die Transparenz über die Verwendung öffentlicher Gelder und den Umgang mit gesammelten Daten ein echtes Manko ist. Und das sind nicht nur leere Worte. Der AI Act der Europäischen Union legt spezifische Anforderungen fest, die auch für Kommunen gelten. Datenschutz, Transparenz und ein verantwortungsvoller Umgang mit KI-Systemen – all das ist wichtig, vor allem in sensiblen Bereichen wie öffentlicher Sicherheit oder der Vergabe von Sozialleistungen.

Die Herausforderungen sind groß, und die Fragen, die sich stellen, sind komplex. Wie können wir sicherstellen, dass unsere Daten nicht nur sicher, sondern auch ethisch verarbeitet werden? Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir als Bürger laut werden und mehr Transparenz fordern – denn es geht schließlich um unsere Daten und unser Leben in diesen digitalen Städten.