Heute ist der 28.04.2026 und im Kanton Waadt wird ein bemerkenswerter Schritt in der Schul-IT vollzogen. Die Schulbehörde hat beschlossen, rund 8000 veraltete Apple-Geräte aus den Schulen zu entfernen. Dies entspricht fast 14 Prozent der IT-Ausstattung der Schulen und ist eine Maßnahme, die aus einer dringenden Notwendigkeit heraus erfolgt. Der Grund? Eine Sicherheitslücke, die von der Malware „Darksword“ ausgenutzt wird, stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. Betroffen sind insbesondere ältere Geräte, für die Apple keine Sicherheitspatches mehr anbietet.
Zu den entfernten Geräten zählen nicht nur Tablets und Laptops, sondern auch Desktop-Computer und Multimediasysteme. DGEO-Generaldirektor Cédric Blanc hat die Mitarbeitenden über die Schwachstellen im Apple-Ökosystem informiert und deutlich gemacht, dass Angriffe durch das bloße Anklicken eines Links oder das Aufrufen einer Website erfolgen können. Die Gefahren sind real und schwer zu erkennen, sobald ein Gerät infiziert ist.
Sofortmaßnahmen und Ausblick
Um die Sicherheit der Lehrkräfte und Schüler zu gewährleisten, wurden als Sofortmaßnahme alle Computer der Lehrpersonen aktualisiert. Besonders betroffen sind ältere Macs und iPads der 5. und 6. Generation, die nun aus dem IT-Bestand entfernt wurden. Während die DGEO nicht bestätigen kann, ob bestimmte Rechner bereits kompromittiert wurden, bleibt die Vorsicht das oberste Gebot.
Die Behörde hat einen bestehenden Inhaltsfilter implementiert, um potenzielle Risiken für die Infrastruktur zu minimieren. Der Ersatz der betroffenen Geräte ist bereits budgetiert und kostet etwa 6,8 Millionen Franken, ohne dass zusätzliche oder unvorhergesehene Kosten entstehen. Lehrkräfte können bis zur Ankunft der Ersatzgeräte ihre eigene Ausrüstung oder andere verfügbare Geräte nutzen, was eine pragmatische Lösung darstellt.
Die Bedeutung von IT-Sicherheit in Schulen
In einer Welt, die zunehmend von Technologie geprägt ist, wird die Bedeutung von IT-Sicherheit in Schulen immer klarer. Der Schritt, veraltete und potenziell unsichere Geräte zu entfernen, ist nicht nur eine Reaktion auf akute Bedrohungen, sondern auch ein Zeichen für das Engagement der Bildungsbehörden, die digitale Lernumgebung sicher und modern zu halten. Denn unsere Kinder verdienen nicht nur eine gute Bildung, sondern auch einen Schutz vor digitalen Gefahren.
Insgesamt zeigt die Maßnahme des Kantons Waadt, dass das Thema IT-Sicherheit ernst genommen wird und dass Schulen aktiv an der Sicherstellung eines geschützten Lernumfelds arbeiten. Die Investition in neue Geräte und Technologien ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die digitale Zukunft unserer Schulen zu sichern.