Am Mittwoch, dem 22. April 2026, hielt der Bundesrat seine jährliche Sitzung ausserhalb des Bundeshauses in Estavayer-le-Lac FR ab. Diese besondere Veranstaltung fand im malerischen Schloss Chenaux statt, einem historischen Ort, der einen eindrucksvollen Rahmen für die politischen Gespräche bot. Bundespräsident Guy Parmelin hatte diesen Ort für die mittlerweile 21. Sitzung «extra muros» ausgewählt und betonte die Wichtigkeit solcher Treffen, um direkte Gespräche mit der Bevölkerung zu führen. Ein Treffen mit den Bürgerinnen und Bürgern war vor dem Mittag geplant, was die Verbindung zwischen Regierung und Bevölkerung stärken sollte.

Parmelin, der schmunzelnd darauf hinwies, dass er keine besondere Verbindung zu Estavayer-le-Lac hatte, akzeptierte jedoch eine Einladung des Kantons Freiburg zur Organisation dieser Sitzung. Während er die Kleinstadt als «Enklave» bezeichnete, erinnerte er sich auch an seine erste Sitzung ausserhalb des Bundeshauses, die 2021 in Luzern während der Covid-Pandemie stattfand. Diese Tradition der jährlichen Sitzungen ausserhalb des Bundeshauses wurde seit 2010 fortgeführt, mit Ausnahme des Jahres 2020, als die Pandemie einen Strich durch die Rechnung machte.

Ein offenes Ohr für die Bevölkerung

Nach der Arbeitssitzung traf sich der Bundesrat für eine Stunde mit der Bevölkerung auf dem Place de Moudon in der Altstadt. Diese direkte Interaktion zeigt, wie wichtig es dem Bundesrat ist, im Dialog mit den Bürgern zu stehen. Es ist eine Gelegenheit, die Sorgen und Anliegen der Bevölkerung direkt zu hören und in die politische Arbeit einfließen zu lassen. Im Anschluss an das Treffen gab es ein gemeinsames Mittagessen mit dem Freiburger Staatsrat, dem Bezirkspräfekten und dem Gemeindepräsidenten von Estavayer, was die Zusammenarbeit auf lokaler Ebene stärkt.

Der Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) nutzte die Gelegenheit, um zur Widerstandsfähigkeit der Region aufzurufen und das Schloss Chenaux als Beispiel für Beständigkeit zu erwähnen. Solche historischen Stätten sind nicht nur ein Teil des kulturellen Erbes, sondern auch Symbol für die Stabilität und den Fortbestand der Werte, die unsere Gesellschaft prägen.

Tradition und Modernität im Dialog

Die Entscheidung, die Sitzung in Estavayer-le-Lac abzuhalten, ist mehr als nur ein Ortswechsel; sie ist ein Zeichen für die fortwährende Tradition, die die Schweizer Politik mit der Bevölkerung verbindet. Durch den persönlichen Kontakt wird nicht nur Vertrauen aufgebaut, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, dass die Politik näher an den Menschen ist. Dies ist besonders wichtig in Zeiten, in denen viele sich nach mehr Transparenz und Mitbestimmung sehnen.

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Die Initiative, solche Sitzungen ausserhalb des Bundeshauses durchzuführen, zeigt, dass der Bundesrat offen für neue Ansätze ist und die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt. In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt der Dialog mit der Bevölkerung ein zentraler Bestandteil der politischen Kultur in der Schweiz.