In einer spannenden Radrennen-Saison zeigt sich der slowenische Superstar Tadej Pogacar in Topform. Kürzlich gewann er nicht nur den Sprint des Feldes, sondern konnte auch die Lombardei-Rundfahrt für sich entscheiden. Mit diesem Sieg sicherte sich Pogacar seinen fünften Triumph bei diesem prestigeträchtigen Rennen, was ihn auf eine Stufe mit der Legende Fausto Coppi stellt, der ebenfalls fünfmal bei der Lombardei-Rundfahrt siegte. Pogacar kontrollierte das Geschehen über 241 Kilometer in Bergamo und setzte sich 38 Kilometer vor dem Ziel am Passo di Ganda entscheidend ab.
Bei diesem Rennen war der favorisierte Franzose Dorian Godon, der im Sprint gegen Pogacar unterlag, nicht die einzige bemerkenswerte Figur. In einer vierköpfigen Fluchtgruppe, angeführt von Roland Thalmann, wurde das Renngeschehen entscheidend geprägt. Thalmann sicherte sich durch gesammelte Punkte die Führung in der Bergpreiswertung, während Mauro Schmid und Joel Suter krankheitsbedingt aufgeben mussten. Nur drei Schweizer, Voisard, Thalmann und Robin Donzé, blieben im Rennen.
Pogacar dominiert die Gesamtwertung
Mit seinem Sieg über Dorian Godon und einem Vorsprung von 17 Sekunden vor Florian Lipowitz führt Pogacar nun souverän die Gesamtwertung an. Sein beeindruckendes Solo über die letzten 173 Kilometer zeigt, dass er nicht nur im Sprint, sondern auch in der Ausdauer und Taktik zu den Besten gehört. Diese Leistungen tragen zur beeindruckenden Bilanz von 20 Saisonsiegen bei, während das gesamte deutsche Team Red Bull-Bora-hansgrohe lediglich zwei Rennen mehr gewonnen hat.
Zusätzlich zu seinen Erfolgen in der Lombardei-Rundfahrt hat Pogacar auch in diesem Jahr die Frühjahrsklassiker dominiert. Er gewann den Strade Bianche, Mailand–Sanremo und die Flandern-Rundfahrt, was seinen Status als einer der besten Radfahrer der Gegenwart untermauert. Pogacar ist nun alleiniger Dritter in der Liste der Siege bei den fünf Radsport-Monumenten, hinter Eddy Merckx und Roger De Vlaeminck.
Ein Blick in die Zukunft
Der 27-jährige Pogacar wird sicherlich auch in den kommenden Wettkämpfen eine entscheidende Rolle spielen, insbesondere mit Blick auf sein Engagement bei Red Bull ab 2026, wo er möglicherweise auf Remco Evenepoel treffen könnte, der in den letzten Wettbewerben gegen ihn verloren hat. Die Radsportszene kann sich also auf weitere spannende Duelle und herausragende Leistungen von Pogacar freuen, der in dieser Saison bereits auf einem bemerkenswerten Höhenflug ist.
Die Radfans in der Region Waadt und darüber hinaus können die nächsten Rennen mit großer Vorfreude erwarten, denn Tadej Pogacar scheint kaum zu bremsen. Seine beeindruckenden Leistungen lassen schon jetzt auf eine aufregende Zukunft im Radsport hoffen.