Sechs Monate nach der tragischen Brandkatastrophe in Crans-Montana, die am 1. Januar 41 Menschen das Leben kostete und 115 weitere verletzte, hat die Stiftung Beloved nun ihre Arbeit aufgenommen. Es ist ein Lichtblick in dunklen Zeiten, ein Schritt in die richtige Richtung, um den Opfern und ihren Familien zu helfen. Die Stiftung wurde auf Initiative des Kantons Wallis ins Leben gerufen und hat sich zum Ziel gesetzt, Initiativen und Projekte zu unterstützen, die direkt mit der Katastrophe zusammenhängen. Das ist ein wichtiger Punkt, denn die Bedürfnisse der Betroffenen müssen im Mittelpunkt stehen.

Christian Cardon de Lichtbuer, zuvor beim IKRK tätig, wurde als Direktor der Stiftung ernannt. Er hat die Verantwortung, den Exekutivausschuss zu leiten, der den Stiftungsrat unterstützt. „Wir müssen die Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Familien ermitteln“, sagt Cardon de Lichtbuer. Konkret bedeutet das, dass die Stiftung in der Lage ist, Förderanträge zu bearbeiten und die Unterstützung sowohl vorübergehend als auch dauerhaft bereitstellen kann. Und das ist es, was die Menschen in dieser schweren Zeit brauchen – schnelle, unbürokratische Hilfe, abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse. Bis heute sind bereits rund 24 Millionen Franken an Spenden und Zusagen eingegangen, was zeigt, wie viel Solidarität und Unterstützung es für die Opfer gibt.

Doris Leuthard an der Spitze

Ein weiterer Lichtblick ist die Ernennung von Doris Leuthard zur Präsidentin der Stiftung. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement wird sie sicherlich einen wertvollen Beitrag leisten. Der Stiftungsrat umfasst insgesamt neun Mitglieder, darunter Fachleute aus den Bereichen Medizin, Opferbetreuung und menschliche Begleitung. Ein besonders wichtiger Punkt: Ein Mitglied des Stiftungsrats ist ein Vertreter der Familien der französischen Opfer, um deren Stimmen und Bedürfnisse direkt zu integrieren. Zudem laufen bereits Vorbereitungen, um einen italienischen Vertreter zu ernennen – ein weiterer Schritt in Richtung Inklusivität.

Die Stiftung hat bereits Spendenzusagen in Höhe von 17 Millionen Franken erhalten. Darunter sind auch 10 Millionen Franken vom Staatsrat, die im März vom Grossen Rat behandelt werden sollen. Der Kanton Wallis plant, ein Startkapital von einer Million Franken zur Verfügung zu stellen, das aus dem Fonds der Lotterie Romande stammen wird. Diese finanziellen Mittel sind von großer Bedeutung, denn die Stiftung wird die Verteilung der Spenden unabhängig sicherstellen, was Vertrauen schafft.

Die Folgen der Katastrophe

Die Auswirkungen der Brandkatastrophe sind verheerend. Fast acht Wochen nach dem Vorfall sind noch immer 21 Verletzte in Schweizer Spitälern, während neun in einer Rehabilitationsklinik behandelt werden. 28 Opfer, darunter auch elf Schweizer Staatsangehörige, erhalten ihre Behandlung im Ausland. Diese Zahlen verdeutlichen, wie lange der Weg zur Heilung noch sein wird und wie wichtig es ist, die nötige Unterstützung zu leisten. Die Stiftung wird nicht nur die finanziellen Mittel verteilen, sondern auch Gedenkprojekte und Maßnahmen zur Brandschutzprävention unterstützen – eine wichtige Initiative, um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder passiert.

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Die Menschen in der Region zeigen unglaubliche Solidarität. Die Unterstützung kommt nicht nur von den Kantonen Wallis und Waadt, sondern auch von Privatpersonen, die sich für die Opfer einsetzen. Es ist ein bewegendes Zeugnis für die Stärke der Gemeinschaft, die in schwierigen Zeiten zusammensteht. Die Stiftung Beloved hat das Potenzial, einen echten Unterschied im Leben der Betroffenen zu machen und ihnen zu helfen, die Dunkelheit etwas aufzuhellen.