Am 29. Mai, an einem dieser lauen Abende, die die Berglandschaften von Château-d’Oex in ein sanftes Licht tauchen, fand die 49. Generalversammlung des Vereins Kultur Region – Alliance culturelle im charmanten Cinéma Eden statt. Die Atmosphäre war geschäftig, die Vorfreude auf das, was kommen sollte, spürbar. Es ging um mehr als nur Zahlen und Berichte; es ging um die Seele der Region. Denn dieser Verein ist nicht nur ein Förderer von Kunst und Kultur, er ist ein Herzstück der Gemeinschaft. Vor allem die finanzielle Unterstützung, die er von den Kantonen Bern und Waadt, den Gemeinden, Kirchgemeinden sowie durch Mitgliedsbeiträge und Spenden erhält, ist entscheidend. Im letzten Jahr wurden sage und schreibe 53 Veranstaltungen in den Bereichen Konzert, Literatur, Theater, Film und Ausstellungen mit bemerkenswerten 153.000 Franken unterstützt. Das ist schon eine Ansage! Es zeigt, wie wichtig Kultur in dieser Region ist.

Die Neuwahlen des Vorstands brachten frischen Wind mit sich. Nicole Schulze und Annette Veronese wurden gewählt, um die Rücktritte von Laurence Sieber und Eric Berset zu kompensieren. Mit nun wieder je drei Mitgliedern pro Region – Obersimmental, Saanenland und Pays-d’Enhaut – hat der Vorstand eine gute Balance gefunden. Der Kulturpreis, der an Patrick Kovaliv für seine Verdienste um die kulturellen Anlässe im «CinEden» verliehen wurde, war ein weiterer Höhepunkt des Abends. Man könnte sagen, er ist der Mosaikstein, der die kulturelle Landschaft dieser Region zusammenhält. Das Event wurde mit einem Konzert des «Le Petit Orchestre du Pays-d’Enhaut» und dem Film «Vivaldi und ich» abgerundet – eine perfekte Mischung aus Musik und Film, die die Herzen der Anwesenden höher schlagen ließ.

Kulturförderung im größeren Kontext

Doch die Kulturförderung hört nicht an den Grenzen der Region auf. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Schweiz und darüber hinaus. Die Kulturverwaltung des Bundes (KVdB) beispielsweise konzentriert sich auf Einrichtungen und Projekte von nationaler Bedeutung. Sie sorgt dafür, dass das kulturelle Erbe bewahrt wird und Kunst in all ihren Formen gefördert wird. Ob Bildende Kunst, Musik oder Literatur – die Unterstützung ist vielfältig. Es ist ein Netzwerk, das funktioniert, und das ist nicht zuletzt der Zusammenarbeit zwischen Zuwendungsempfangenden und Behörden zu verdanken.

In der Schweiz gibt es zudem zahlreiche Kulturstiftungen, die sich dem Erhalt und der Weiterentwicklung kultureller Werte widmen. Eine der bekanntesten ist die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Sie fördert nicht nur Kunst- und Kulturschaffende innerhalb der Schweiz, sondern stärkt auch die internationale Sichtbarkeit von Schweizer Werken. Diese Initiative ist wichtig, um den Dialog zwischen verschiedenen Kulturen zu fördern und die Vielfalt der Schweizer Kultur zu präsentieren. Die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) hingegen hat sich der Restaurierung historischer Gebäude verschrieben und organisiert Ausstellungen, die das kulturelle Erbe der Schweiz ins Rampenlicht rücken. Das sind die Orte, an denen Geschichte lebendig wird.

Ein weiteres Beispiel ist die Stiftung PRO ARTE DOMUS, die sich auf die Erhaltung und Renovation historischer Gebäude und Kunstwerke fokussiert. Ihre Projekte, die oft Kirchen und Kapellen umfassen, sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes in der Schweiz. Auch die Müller Martini-Stiftung engagiert sich aktiv – sie unterstützt nicht nur kulturelle Projekte, sondern fördert auch den Zugang zur Bildung im Bereich Kunst und Kultur. Das zeigt, wie vielseitig die Kulturförderung ist und wie viele Menschen daran beteiligt sind, das kulturelle Leben so lebendig zu halten.

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