Heute ist der 22.06.2026 und die Hitze hat sich über die Schweiz gelegt wie ein schwerer, drückender Mantel. Im Kanton Waadt hat das Thermometer neue Höhen erreicht, und zwar nicht zu knapp! In Payerne wurde ein neuer Rekord für den Monat Juni aufgestellt: unglaubliche 36,1 Grad Celsius! Zuvor lag der Rekord bei 34,9 Grad – das ist ein Sprung, der einem die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Auch in Aigle, nur einen Steinwurf entfernt, wurden mit 33,4 Grad neue Maßstäbe gesetzt, wo vorher 32,7 Grad das Maximum waren. Man fragt sich da schon: Wo soll das noch hinführen?

Die Hitze ist nicht nur ein Thema für die Plaudereien am Abendtisch. Bereits am 21. Juni wurden in Buchs AG und Delbach JU Juni-Rekorde gebrochen. Das sorgt für ein mulmiges Gefühl, denn die Meteorologen warnen, dass noch weitere Rekorde in den kommenden Tagen erwartet werden. Man könnte fast meinen, die Natur hat beschlossen, einen heißen Sommer zu inszenieren, der uns noch lange in Erinnerung bleibt.

Ein Blick auf das Klima

Doch was steckt hinter diesen extremen Temperaturen? Die Sommerniederschläge nehmen ab, während die Verdunstung durch den Klimawandel zunimmt. Das klingt nicht nur nach einem schlechten Scherz, sondern hat handfeste Auswirkungen auf unsere Land- und Forstwirtschaft sowie andere Wirtschaftszweige. Trockenperioden beeinflussen nicht nur die Bauern, die auf Regen angewiesen sind, sondern auch die Schifffahrt und viele andere Bereiche. In den trockensten Gebieten der Schweiz sind Schnee- und Gletscherschmelze wichtige Wasserquellen. Aber der Gletscherrückgang und die Schneearmut sind Herausforderungen, die uns in Zukunft beschäftigen werden.

Die Berge und Täler der Schweiz sind nicht nur schön anzusehen, sie spielen auch eine zentrale Rolle bei der Verteilung der Niederschläge. Ein besonders trockener Ort ist Stalden-Ackersand im Vispertal, wo der mittlere Jahresniederschlag nur bei 543 mm liegt – das ist etwa die Hälfte des Niederschlags, den wir im Schweizer Mittelland gewohnt sind. Lustig, dass der trockenste Ort der Schweiz so viel weniger Wasser abbekommt als wir hier in Basel! Das macht die aktuellen Temperaturrekorde noch erstaunlicher.

Was bedeutet das für uns?

Ein Beispiel für extreme Trockenheit ist die ununterbrochene Trockenphase in Lugano im Jahr 1988, die sage und schreibe 77 Tage ohne Niederschlag dauerte. Das ist schon recht beachtlich, aber die Schweiz ist nicht allein mit diesen Phänomenen. In Chile gibt es Orte wie Arica, wo man von 1903 bis 1918 unglaubliche 172 Monate ohne Regen erlebte. Das ist eine andere Liga, die uns zeigt, wie vielfältig das Wetter auf unserem Planeten sein kann.

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Die Wetterlage und der Witterungsverlauf sind entscheidend für Niederschlagsrekorde, die oft nur Momentaufnahmen sind. Im Tessin fallen die größten Niederschlagsmengen in kurzer Zeit, häufig bedingt durch Südstaulagen. Im Mittelland sind es vor allem Gewitter, die für Starkniederschläge sorgen, vor allem im Sommer. Und hier kommt der Klimawandel ins Spiel: Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen, was die Wahrscheinlichkeit für solche Starkniederschläge erhöht. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Wetter weiter entwickeln wird und welche Rekorde uns noch bevorstehen.