Heute ist der 2.06.2026 und die Ereignisse im Kanton Waadt haben für ordentlich Aufregung gesorgt. Ein heimlich aufgenommenes Video, das von dem Tierschutz-Kollektiv «Observatoire du spécisme» stammt, zeigt erschreckende Szenen aus einer Schweinezucht, die uns allen den Atem stocken lassen. Man sieht Gewalt gegen die Tiere, darunter Schläge mit einer Schaufel und das brutale Werfen eines kleinen Ferkels. Das Tier stirbt dabei – ein Anblick, der einem den Magen umdreht. Und das ist noch nicht alles: Überall liegen Tierkadaver zwischen lebenden Tieren, was die Situation nur noch unerträglicher macht. Diese Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2026, was die Sache noch bedrückender macht, da wir uns eigentlich in einer Zeit wähnen sollten, in der Tierschutz großgeschrieben wird.

Der kantonale Tierarzt Giovanni Peduto ist bereits eingeschaltet und hat ein Verfahren eröffnet, um die Umstände dieser schockierenden Aufnahmen zu überprüfen. Es wird ermittelt, wer für diese Grausamkeiten verantwortlich ist. Das Kollektiv plant darüber hinaus, Strafanzeige einzureichen. Interessanterweise steht die Familie, die die Schweinezucht betreibt, nicht zum ersten Mal in der Kritik. Bereits in den Jahren 2016 und 2017 sorgten sie wegen Tierquälerei für Schlagzeilen. Damals ergriff die Waadtländer Regierung Maßnahmen, die von Strafanzeigen bis zu administrativen Sanktionen reichten. Man hat das Gefühl, dass das Thema Tierschutz in dieser Region ein ständiges Auf und Ab ist, wo gute Vorsätze oft schnell in Vergessenheit geraten.

Einblick in die Kontrollen

Vor weniger als acht Monaten wurde der Betrieb unangemeldet kontrolliert. Überraschenderweise wurden dabei keine Verstöße festgestellt. Peduto erklärt, dass die aktuellen Vergehen in solchen Kontrollen nicht sichtbar sind, da diese primär die Haltungsbedingungen und die Infrastruktur beobachten. Wie soll man da auch die versteckten Grausamkeiten aufdecken? Die Betreiber der Schweinezucht nehmen die Bedenken ernst und betonen, dass die Bilder nicht die Realität ihres Betriebs widerspiegeln. Sie beschreiben die Vorwürfe als unangemessenes Verhalten eines Mitarbeiters und wollen nun Maßnahmen ergreifen. Komisch, oder? Es scheint, als wäre das ganze System ein bisschen undurchsichtig und man fragt sich, wie viele solcher Fälle noch im Verborgenen schlummern.

Was kann man tun?

Bei Tierquälerei ist es wichtig, nicht einfach wegzuschauen. Der Tierschutzbund gibt praktische Tipps, wie man in solchen Fällen handeln kann. Eine direkte Ansprache der Verantwortlichen ist oft der erste Schritt. Wenn das nicht möglich oder sogar gefährlich ist, sollte man die Missstände dokumentieren – Fotos machen und alles gut festhalten. Die örtliche Polizei oder eine lokale Tierschutzorganisation können ebenfalls wichtige Ansprechpartner sein. Es ist auch ratsam, Beweise vorzulegen: genauer Ort, Datum, Details zur Tierquälerei, Verantwortliche und gegebenenfalls Zeug*innen. Und wenn man im Urlaub Zeuge von Tierquälerei wird, sollte man auch das Reiseunternehmen informieren. Schließlich ist der Tourismus eine Haupt-Einnahmequelle für diese Unternehmen, und Beschwerden können deren Verhalten beeinflussen. Wie oft haben wir schon gehört, dass der Geldfluss mehr bewirken kann als viele Worte?

Jeder sollte sich bewusst sein, dass effektive Hilfe für Tiere im Nachhinein oft schwierig ist. Es ist ein schmaler Grat zwischen Hilfe und Ohnmacht. Die Aufdeckung solcher Missstände ist wichtig, um nicht nur die Tiere in Not zu schützen, sondern auch das Bewusstsein für Tierschutz zu schärfen.

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