Es ist kein Geheimnis, dass der Kanton Baselland bei den Einkommenssteuern im schweizweiten Vergleich eher schlecht abschneidet. Mit einem Spitzensteuersatz von 40,3 Prozent stehen nur Genf, Waadt und Bern noch schlechter da. Jetzt will die Handelskammer beider Basel (HKBB) das ändern. Sie hat die Planungen für eine Steuerreform angestoßen, die das Steuersystem vereinfachen und den Kanton attraktiver machen soll. Um herauszufinden, wie das am besten gelingen kann, wurde die Studie von Ecoplan in Auftrag gegeben. Das Ziel? Eine dreistufige Flat Rate Tax, die Fachkräfte, den Mittelstand und auch die tiefen Einkommen entlasten könnte.

Steuern sind in der Schweiz ein wichtiger Standortfaktor, besonders wenn es darum geht, die besten Talente zu gewinnen. Viele Mitarbeitende schauen ganz genau hin, wenn sie zwischen Arbeitgebern wählen. Das Einkommenssteuersystem in Basel-Landschaft ist im Vergleich zu anderen Kantonen einfach nicht attraktiv genug. Martin Dätwyler, Direktor der HKBB, hat die Notwendigkeit einer Reform klar angesprochen. Die hohe Steuerlast und die Komplexität des Systems schrecken ab und das sollte sich schleunigst ändern!

Die Dreistufige Flat Rate Tax

Die dreistufige Flat Rate Tax, die die HKBB in Aussicht stellt, könnte tatsächlich die Lösung sein. Diese Steuerform sieht drei Stufen mit einheitlichen Steuersätzen vor, die abhängig vom steuerbaren Einkommen sind. So könnte man die Steuerprogression durch gezielte Steuerabzüge erreichen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der entlastenden Wirkung für Fachkräfte und den Mittelstand. Auch tiefere Einkommen würden von einer erhöhten steuerfreien Untergrenze profitieren – das klingt schon mal vielversprechend!

Die Reform würde eine Steuerentlastung von etwa 80 Millionen Franken auf kantonaler Ebene anstreben. Natürlich gibt es auch Herausforderungen: Die Kosten der Reform belaufen sich auf rund 130 Millionen Franken für den Kanton und die Gemeinden. Gebergemeinden wären dabei weniger betroffen als Empfängergemeinden, was die Umsetzung etwas kompliziert gestalten könnte. Dennoch könnte Baselland mit dieser Reform im interkantonalen Steuerwettbewerb an Attraktivität gewinnen und sogar den zweiten Platz in der Nordwestschweiz hinter Aargau erreichen.

Ein Schritt in die Zukunft

Die HKBB hat große Pläne und möchte die Umsetzung der Steuerreform innerhalb der nächsten zwei Jahre anstoßen. Gespräche mit der Politik und der Regierung stehen bereits auf der Agenda. Das ist durchaus eine spannende Entwicklung, und es bleibt abzuwarten, wie die politischen Entscheidungsträger auf diesen Vorschlag reagieren werden. Immerhin hat Basel-Stadt bereits eine ähnliche dreistufige Flat Rate Tax eingeführt, die sich als erfolgreich erwiesen hat. Warum also nicht im Baselland nachziehen?

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In einem größeren Kontext betrachtet, könnte diese Reform auch im Hinblick auf die Unternehmenssteuersätze von Bedeutung sein. Laut einer Analyse von PwC Schweiz bleibt die effektive Unternehmensbesteuerung in der Schweiz 2026 stabil, während einige Kantone wie Basel-Landschaft ihre Steuersätze senken. Damit könnte sich der Kanton noch attraktiver für Unternehmen und Fachkräfte gestalten, besonders in einer Zeit, in der Steuerreformen weltweit diskutiert werden. Um in der Nordwestschweiz nicht nur im Steuersatz, sondern auch in der Attraktivität für Unternehmen und Fachkräfte zu punkten, ist die Steuerreform ein notwendiger Schritt.

So bleibt es spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln. Die Notwendigkeit einer Reform ist klar, und die Zeit wird zeigen, ob die HKBB ihre Ambitionen verwirklichen kann. Was die kommenden Monate bringen werden? Die Antwort darauf könnte entscheidend für die Zukunft von Baselland sein.