In der malerischen Umgebung von Waadt wird das Thema Wassermanagement in der Landwirtschaft neu beleuchtet. Das Start-up AgriAqua, gegründet von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (BFH-HAFL) in Zollikofen, hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft zu optimieren. Ursprünglich aus der Plattform bewaesserungsnetz.ch entstanden, bringt AgriAqua frischen Wind in die Branche. Landwirte profitieren von einem Bodenfeuchtigkeitsmessnetz, das etwa 250 Sondenstandorte umfasst und ihnen kostenlosen, zeitlich unbegrenzten Zugang zu wertvollen Daten bietet.

Ein ganz wesentlicher Punkt ist, dass diese Daten nicht nur für die Landwirte selbst nützlich sind, sondern auch kantonale Stellen bei wichtigen Entscheidungen unterstützen können. Silke Fieseler-Hein, die Geschäftsführerin von AgriAqua AG, hat die Vision, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen. Im Zuge des Klimawandels, der zu höheren Temperaturen und weniger Niederschlag im Sommer führt, wird der nachhaltige Umgang mit Wasser für die Betriebe immer wichtiger. Stéphane Teuscher, der Leiter der Abteilung Dienstleistungen & Beratung im Verein Prométerre, hebt die Bedeutung des Bewässerungsnetzes hervor. Es ist der Schlüssel für einen gezielten Wassereinsatz und somit für eine ressourcenschonende Landwirtschaft.

Ein starkes Netzwerk für die Landwirtschaft

Das Team von AgriAqua bleibt dem bisherigen Konzept treu. Die zuverlässigen Bodenfeuchte-Daten, die seit 2016 über bewaesserungsnetz.ch bereitgestellt werden, bleiben kostenlos und im gewohnten Umfang verfügbar. Andreas Keiser, der Initiator des Bewässerungsnetzes und nun Präsident des Verwaltungsrats der AgriAqua AG, spielt hierbei eine zentrale Rolle. Die neuen regionalen Übersichten zur Wassersituation und kulturspezifische Analysen sind ein weiteres Feature, das die Landwirtschaft in der Schweiz voranbringen soll.

AgriAqua profitiert von einer breiten Unterstützung durch eine Vielzahl von Partnern – von landwirtschaftlichen Verbänden bis hin zu kantonalen Stellen aus Waadt, Freiburg, Thurgau, Bern, Solothurn, Aargau, Zürich und St.Gallen. Diese breit gefächerte Verankerung stellt sicher, dass die AgriAqua AG praxisnahe und regional abgestützte Lösungen entwickelt, die den Bedürfnissen der Landwirte gerecht werden.

Die digitale Revolution in der Landwirtschaft

In einer Zeit, in der digitale Unterstützung in der Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist AgriAqua ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Technologie und Tradition Hand in Hand gehen können. Der Klimawandel zwingt die Landwirte dazu, ihre Bewässerungsmethoden zu überdenken und nachhaltiger zu agieren. Das bedarf nicht nur innovativer Ansätze, sondern auch einer soliden Datenbasis, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

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Die Initiative, die hinter AgriAqua steht, demonstriert, wie wichtig es ist, die verfügbaren Ressourcen sinnvoll zu nutzen – sowohl für die Umwelt als auch für die Betriebe. Weitere Informationen über innovative Bewässerungssysteme und das Wassermanagement in der Landwirtschaft finden Sie auf dieser Webseite. Hier wird deutlich, dass der Weg zur nachhaltigen Landwirtschaft nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist.