Heute ist der 20.06.2026, und wir werfen einen Blick auf die Urner Forstbetriebe, die sich in einem herausfordernden Jahr 2025 wiedergefunden haben. Mit insgesamt 104’601 geleisteten Arbeitsstunden, was 57 Vollzeitstellen entspricht, haben die Forstleute durch ihren unermüdlichen Einsatz einen wichtigen Beitrag zur Pflege unserer Wälder geleistet. Die Pflege eines Kubikmeters Urner Wald kostet im Schnitt 165 Franken, doch die Einnahmen aus den Holzverkäufen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Mit etwa 74 Franken pro Kubikmeter Holz, trotz eines Wertes über dem langjährigen Durchschnitt von 61 Franken, wird die Herausforderung nur allzu deutlich.

Die Forstbetriebe in Uri haben insgesamt 375 Hektar Wald gepflegt, darunter auch 332 Hektar Schutzwald. Das ist eine beachtliche Fläche! Allerdings konnten nur 22’022 Kubikmeter Holz aus dem Wald genutzt werden, was etwa 10% unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegt. Und so kommt es, dass die Einnahmen der Forstbetriebe sich zu 38% aus öffentlichen Beiträgen, 39% aus Erlösen von Dienstleistungen und nur 23% aus Holzerlösen und weiteren Einnahmen zusammensetzen. Unterm Strich steht ein Gesamtumsatz von rund 10 Millionen Franken, aber die Bilanz zeigt ein Defizit von 370’000 Franken. Das lässt einen schon nachdenklich werden.

Herausforderungen und Investitionen

Ein weiteres Augenmerk gilt der Waldpflege: 2025 wurden insgesamt 27’960 Kubikmeter Holz gepflegt, was zeigt, dass die Forstbetriebe aktiv an der Verjüngung und der Vielfalt der Baumarten arbeiten. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Wälder an zukünftige klimatische Bedingungen anzupassen. Und das nicht nur zum Spaß – 5’938 Kubikmeter Holz wurden gefällt und blieben im Wald liegen, hauptsächlich aufgrund von Schäden in abgelegenen Gebieten. Wer hätte gedacht, dass 45% des genutzten Holzes als Stammholz verkauft werden, während 48% als Energieholz verwertet werden? Damit wird deutlich, wie wichtig die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des Holzes sind.

Die Investitionsfreudigkeit der Forstbetriebe ist bewundernswert. Rund 1 Million Franken wurden in Gebäude, Maschinen und Erschließungen gesteckt. Aufträge im Umfang von 3,53 Millionen Franken wurden vorwiegend an lokale Unternehmen vergeben – ein echter Gewinn für die heimische Wirtschaft! Aktuell beschäftigen die Urner Forstbetriebe etwa 85 Mitarbeitende und bilden 14 Forstwartlernende aus. Das ist nicht nur ein Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen, sondern auch zur Weitergabe von Wissen und Fähigkeiten an die nächste Generation.

Ein Blick auf den Holzeinschlag

<pWenn wir uns die Zahlen zum Holzeinschlag der letzten Jahre anschauen, wird die Situation noch deutlicher. 2024 entfielen rund 81,5 % des gesamten Holzeinschlags auf Nadelhölzer, während der Einschlag von Laubhölzern um 8,8 % im Vergleich zum Vorjahr sank. Die Fichte, die oft das Hauptaugenmerk der Holzernte ist, hat einen Rückgang von 19 % erlebt. Diese Tendenz ist natürlich nicht nur regional relevant, sondern spiegelt sich auch in den bundesweiten Statistiken wider. Die amtliche Einschlagsstatistik erfasst nur etwa 81 % des tatsächlichen Einschlages, was die Herausforderungen in der Holzernte weiter verdeutlicht.

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Die Holzernte ist mehr als nur ein wirtschaftliches Unterfangen. Sie ist eng verbunden mit der Nachhaltigkeit und der Gesundheit unserer Wälder. Das Holz wird vielfältig genutzt – als Baumaterial, Brennstoff oder für die Papierherstellung. Viele Menschen sind sich der Bedeutung des Waldes für die Umwelt und die Gesellschaft nicht bewusst. Und doch bleibt es eine Herausforderung, all diese Aspekte im Gleichgewicht zu halten. So bleibt die Frage: Wie wird die Zukunft der Urner Forstbetriebe aussehen? Das bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher – die Arbeit in den Wäldern wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen, auch wenn die Zahlen auf dem Papier manchmal ernüchternd wirken.