Am Freitag, dem 24. April 2026, machte der Urner Erziehungsrat einen spannenden Besuch im Cycle d’Orientation du Gibloux in Farvagny/FR. Der Anlass war die Austauschwochen zwischen den 2. Oberstufen-Schülerinnen und -Schülern aus Uri und der Romandie, ein wirklich bemerkenswertes Erlebnis für alle Beteiligten. Während neun Tagen wohnen die 26 Urner und 26 Freiburger Jugendlichen bei ihren Partnerschülern in der jeweils anderen Sprachregion. Diese Partnerschaft, die seit Sommer 2021 besteht, umfasst insgesamt sechs Oberstufenstandorte im Kanton Uri, nämlich Erstfeld, Flüelen, Schattdorf, Silenen sowie die Kreisschulen Urner Oberland und Ursern.
Die zweite Partnerschule in der Westschweiz ist die Schule Échallens-Trois-Sapins, die mit den verbleibenden fünf Oberstufenstandorten des Kantons Uri einen regen Sprachaustausch pflegt. Diese Austauschwochen sind das Resultat von Maßnahmen des Erziehungsrats aus dem Jahr 2019, die darauf abzielen, die Französischkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Seit Sommer 2020 gibt es sogar eine Teilzeitstelle für die kantonale Austauschverantwortliche (KAV), die die Schulen in Uri bei ihren Partnerschaften unterstützt.
Förderung von Sprache und Verständnis
Die Austauschaktivitäten sind mehr als nur ein sprachlicher Austausch; sie fördern aktiv die Verwendung der gelernten Sprache und tragen zu einem besseren interkulturellen Verständnis bei. Im Schuljahr 2024/2025 nahmen beeindruckende 152 Urner Schülerinnen und Schüler der 2. Oberstufe an einer Austauschaktivität mit der Romandie teil, was einer Quote von rund 40 Prozent entspricht. Ein eindrucksvoller Beweis für das Engagement der Region.
Während des Besuchs erhielt der Erziehungsrat wertvolle Einblicke in den Unterricht und führte anregende Gespräche mit den beteiligten Schülerinnen und Schülern. Regierungsrat Georg Simmen hob dabei die Bedeutung dieser Austauschaktivitäten für den Zusammenhalt in unserem vielsprachigen Land hervor und betonte die Wichtigkeit der Umsetzung des Lehrplans 21. Diese Programme tragen maßgeblich dazu bei, dass die Jugendlichen nicht nur die Sprache erlernen, sondern auch die Kultur und Lebensweise ihrer Partner kennenlernen.
Ein Blick in die Zukunft
Die positiven Rückmeldungen und die steigende Teilnahme an den Austauschaktivitäten zeigen, dass die Bemühungen des Erziehungsrats Früchte tragen. Es ist klar, dass solche Initiativen nicht nur die sprachlichen Fähigkeiten fördern, sondern auch das Verständnis füreinander stärken. In einer Zeit, in der die Welt immer mehr zusammenrückt, sind solche Austauschprogramme von unschätzbarem Wert.
Rückfragen zu diesem Thema können gerne an Regierungsrat Georg Simmen gerichtet werden. Er steht bereit, um weitere Informationen zu geben und die Wichtigkeit dieser Initiativen zu erläutern.