Tessiner Kantonalbank eröffnet neuen Krypto-Handel für Privatkunden
Die Welt der Kryptowährungen ist im Wandel. Hier im Tessin hat die Tessiner Kantonalbank BancaStato kürzlich einen großen Schritt gewagt: Sie hat den regulierten Krypto-Handel für Privatkunden eingeführt. Ja, genau! Künftig können Kunden Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Solana direkt im E-Banking erwerben, halten und wieder verkaufen. Kein Umweg mehr über komplexe Plattformen oder fremde Börsen – alles bequem vom heimischen Sofa aus!
Die Integration dieser neuen Funktion erfolgt über eine Schnittstelle der Sygnum Bank, die eine Lizenz der FINMA hat. Das bedeutet, dass die Kundenvermögen in einer institutionellen Verwahrlösung von Sygnum off-balance-sheet gehalten werden und im Falle einer Insolvenz geschützt sind. Ein beruhigender Gedanke, oder? Mit dieser Neuerung ist die BancaStato bereits die sechste Schweizer Kantonalbank, die ein reguliertes Retail-Angebot für Krypto-Nutzer anbietet – nach Zug, Luzern, Zürich, St. Gallen und Thurgau. Das ist ein echter Fortschritt!
Die Branche im Umbruch
Aber das ist nicht alles! Neun Finanzinstitute und Bitcoin-Firmen haben das Bitcoin Security Consortium ins Leben gerufen, um die Sicherheit des Bitcoin-Protokolls zu stärken. Sie haben sich vorgenommen, über einen Zeitraum von drei Jahren 15 Millionen USD dafür bereitzustellen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen große Namen wie BlackRock, ARK Invest und Coinbase. Jeder verwaltet seine Mittel unabhängig, um institutionelle Einflussnahme zu vermeiden. Hier wird klar, dass man die Risiken der letzten Jahre, wie etwa den Fall der Handelsplattform FTX, ernst nimmt.
Ein weiteres interessantes Detail: Präsident Donald Trump hat einer Ethik-Klausel für den Clarity Act zugestimmt. Diese Klausel verbietet es Amtsträgern, während ihrer Amtszeit eigene Kryptowährungen auszugeben. Die Durchsetzung liegt beim Justizministerium und nicht bei den Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten. Kritiker sehen hier einen möglichen Interessenkonflikt, insbesondere mit Blick auf Trumps früheren Anwalt, der die Leitung des Justizministeriums anstrebt. Für die Verabschiedung des Gesetzes sind 60 Stimmen nötig – ein harter Brocken, denn die Republikaner haben nur 53 Sitze.
Regulierungswelle in Kasachstan und Europa
<pNicht nur in der Schweiz tut sich was. In Kasachstan hat die Regierung eine Verordnung zur Förderung der Krypto-Industrie unterzeichnet. Handelserträge auf lizenzierten, regulierten Plattformen sind von der Einkommensteuer befreit – ein klarer Anreiz für Anleger. Unregulierte Handelskanäle hingegen sind nicht steuerfrei. Anleger dürfen ihre im Ausland gehaltenen Assets offenlegen und auf inländische Plattformen transferieren. Zudem soll der Einsatz von Stablecoins den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr erleichtern. Das hat schon was, oder?
Und in Europa? Am 9. Juni 2023 trat die Verordnung zur Regulierung von Märkten (MiCAR) in Kraft. Sie zielt darauf ab, einen harmonisierten Rechtsrahmen für nicht regulierte Kryptowerte zu schaffen. Die Aufsicht über signifikante vermögenswertreferenzierte Token wird teilweise auf die Europäische Bankenaufsichtsbehörde übertragen. Das zeigt, wie ernst man die Regulierung im Krypto-Sektor nimmt. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) arbeitet an internationalen Standards für Banken im Kryptosystem, die bis zum 1. Januar 2025 implementiert sein sollen. Hier tut sich einiges!
Ein Abschied in Sicht
Und während neue Angebote entstehen, müssen wir uns auch von den alten Freunden verabschieden. Die Krypto-Derivatebörse BitMEX hat angekündigt, ihren Handelsbetrieb Ende September 2026 einzustellen. Neuregistrierungen sind bereits gestoppt, was ein deutliches Zeichen setzt. Die Börse hatte in der Hochphase einen Marktanteil von rund 57% und war bekannt für ihren Perpetual Swap – einem Terminkontrakt ohne Verfallsdatum. Doch regulatorische Probleme und ein gescheiterter Verkaufsprozess sorgten dafür, dass die Luft für BitMEX dünn wurde. Eine Strafe von 100 Millionen USD, die 2025 von US-Behörden verhängt wurde, hat das Unternehmen zusätzlich belastet.
Wie man sieht, ist die Krypto-Welt ein ständiger Wandel. Sie ist wie ein Fluss, der sich unaufhörlich bewegt, manchmal ruhig und manchmal wild. Das ist es, was sie so spannend macht – die Möglichkeit, dass jeder Tag neue Chancen und Herausforderungen bringt. Hier im Tessin und weit darüber hinaus. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt!
