Im malerischen Tessin, wo die Sonne auf die sanften Hügel scheint und die Weingärten in voller Pracht blühen, stehen die Schweizer Weine vor einer echten Herausforderung. In Restaurants, Weinhandlungen und Hotels kämpft die einheimische Weinproduktion gegen sinkenden Konsum und internationalen Wettbewerb. Die kritische Situation für den Schweizer Weinbau ist nicht zu übersehen. Diskussionen um die Rodung von Weinbergen und wirtschaftliche Schwierigkeiten machen das Ganze nicht einfacher. Und trotzdem: 98 % der Schweizer Weine werden im eigenen Land verkauft, was den heimischen Markt strategisch wichtig macht. Da ist es nur logisch, dass der Schweizer Verband der Berufssommeliers ein nationales Programm ins Leben ruft, um die Sensibilisierung und Schulung im Umgang mit Schweizer Weinen zu fördern.
Das Ziel? Eine stärkere Verbindung zwischen den Produzenten und der Gastronomie schaffen. Um das zu erreichen, richtet sich das Programm an Sommeliers, Gastronomen, Hoteliers, Weinhändler und Servicekräfte. Man möchte die Schulung so gestalten, dass persönliche Empfehlungen und die Wertvermittlung von Schweizer Weinen im Mittelpunkt stehen. Das klingt doch vielversprechend, oder? Mit Verkostungen, Treffen mit Produzenten und interdisziplinären Einblicken soll den Teilnehmenden nicht nur Wissen vermittelt werden, sondern auch die Kommunikations- und Vertriebsfähigkeiten geschärft werden. Komischerweise haben viele internationale Mitarbeiter in der Schweizer Gastronomie oft nur wenig Kenntnisse über die heimischen Weine. Und genau hier setzt das Programm an: Jeder geschulte Teilnehmer könnte zum potenziellen Botschafter für die herrlichen Tropfen aus der Schweiz werden.
Ein Blick auf die Schulung
Unterstützung kommt von Paolo Basso, dem Präsidenten des Verbands und „Besten Sommelier der Welt“ 2013. Sein Engagement bringt frischen Wind in die Sache. Die Verbesserung der Empfehlungsqualität könnte nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch Marktanteile von importierten Weinen zurückgewinnen. Um das zu erreichen, sucht die ASSP öffentliche und private Partner, um die Weiterbildungsmaßnahmen zu finanzieren. Schließlich soll die Sichtbarkeit, der Absatz und die Bekanntheit nationaler Marken gestärkt werden. Das klingt nach einem klaren Plan!
Die Ausbildung zum Sommelier ist ein weiterer spannender Aspekt in dieser Geschichte. Sommeliers arbeiten nicht nur im Restaurant und beraten Gäste sowie Betriebsleiter zum Weinangebot, sie sind auch für die Weinkarte, die Bestellung und die Lagerung verantwortlich. Wer sich in diesem Bereich weiterbilden möchte, kann den eidgenössischen Fachausweis machen oder die Ausbildung zum Schweizer Wein-Sommelier mit WSET Level 2 und 3 anstreben. Die Ausbildung ist kein Zuckerschlecken – sie erfordert Zeit für Teilnahme und das Vorbereiten des Stoffs. Aber hey, die Unterstützung durch den Bund und den L-GAV macht es ein bisschen einfacher.
Die Module der Sommelausbildung
Die Module sind wirklich interessant. Es beginnt mit einem Modul über Weinbau, Kelterung und Weinkunde, gefolgt von einem intensiven Blick auf die Weinkenntnisse weltweit. Service, Beratung und die perfekte Abstimmung von Speisen und Weinen sind ebenfalls Teil der Ausbildung, ebenso wie Betriebswirtschaft. Am Ende warten praktische und schriftliche Prüfungen auf die Teilnehmer. Der Preis für die Ausbildung beträgt CHF 7’775, wobei man sich über eine Rückerstattung von 40 % durch den L-GAV freuen kann. Ein bisschen Unterstützung kann nicht schaden, oder?
Die Durchführung findet an verschiedenen Orten statt, darunter die Hotelfachschule GastroSuisse in Zürich und das Weingut zum Sternen in Würenlingen. Wer mehr Informationen zu diesem spannenden Thema möchte, findet Kontaktadressen für Weiterbildung, Training und Coaching online. Wer weiß, vielleicht wird der nächste große Weinbotschafter der Schweiz aus dieser Initiative hervorgehen – die Chancen stehen gut!