Heute ist der 17.06.2026 und während wir hier im Tessin die sommerlichen Temperaturen genießen, werfen wir einen Blick auf die Zahlen zur Schwarzarbeit in der Schweiz. Die aktuelle Statistik zeigt einen leichten Rückgang der Verdachtsfälle. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 14’147 Verdachtsfälle registriert, was einem Rückgang von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ein kleiner Fortschritt, könnte man sagen. Aber die Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte.

Die kantonalen Kontrollbehörden waren alles andere als faul. Sie führten 14’450 Betriebskontrollen durch und überprüften dabei 44’083 Personen. Die Hauptakteure im Fokus waren die Branchen, die oftmals im Verdacht stehen: Gastgewerbe, Handel und Baugewerbe. In dieser Hinsicht scheint es, als ob die Behörden nicht nur die Augen offen halten, sondern auch aktiv gegen die Schwarzarbeit vorgehen. Dabei zeigt sich, dass 35 Prozent der Verdachtsfälle im Sozialversicherungsrecht angesiedelt sind, gefolgt von 33 Prozent im Ausländerrecht und 32 Prozent bei der Quellensteuer.

Die Konsequenzen der Kontrollen

Die Behörden haben auch bestätigte Sanktionen ausgesprochen – 3’493 Fälle, was einem Anstieg von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das zeigt, dass die Kontrolle nicht nur eine theoretische Angelegenheit ist. Es gibt handfeste Konsequenzen für die Arbeitgeber, die es wagen, die Gesetze zu umgehen. Insgesamt wurden 90 Arbeitgeber mit einem Ausschluss von öffentlichen Aufträgen bestraft. Besonders auffällig ist die Verteilung dieser Sanktionen: 86 von ihnen stammen aus dem Kanton Genf, während zwei im Tessin, einer in Waadt und einer in Aargau sanktioniert wurde. Es scheint fast so, als ob Genf das Zentrum der Aufmerksamkeit ist, wenn es um Schwarzarbeit geht.

Ein weiterer interessanter Punkt: Die von den Kantonen eingenommenen Gebühren und Bussen sind auf 1,17 Millionen Franken gesunken, was einen Rückgang von 3 Prozent bedeutet. Die Behörden haben in den letzten fünf Jahren durchschnittliche jährliche Sanktionen von 67 verhängt. Das könnte darauf hindeuten, dass sich der Druck auf die Arbeitgeber langsam, aber sicher erhöht.

Ein Blick in die Zukunft

Doch was bedeutet das alles für die Zukunft? Die Verdachtsfälle werden vor ergänzenden Untersuchungen erfasst, und es ist noch zu früh, um endgültige Schlussfolgerungen über die Entwicklung der Schwarzarbeit zu ziehen. Vielleicht ist es auch ein Zeichen, dass das Bewusstsein für die Problematik gestiegen ist. Wer weiß? Vielleicht stehen uns in den kommenden Jahren noch spannendere Entwicklungen bevor. In einer Zeit, in der Transparenz und Fairness mehr denn je gefragt sind, bleibt zu hoffen, dass dieser Trend anhält und die Schweiz einem faireren Arbeitsmarkt entgegengeht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren