Georg Fischer verkauft Giessereien: Ein Paukenschlag für die Industrie im Tessin
Heute ist der 7.07.2026 und im Tessin gibt es aufregende Neuigkeiten aus der Welt der Industrie. Georg Fischer (GF) hat sich entschieden, seine letzten drei Giessereien in Novazzano und Stabio sowie eine in Rumänien an den amerikanischen Konzern Consolidated Precision Products (CPP) zu verkaufen. Der Deal hat ein Volumen von satten 220 Millionen Franken und übertrifft damit die Erwartungen. Analysten hatten mit einem Erlös von lediglich 100 Millionen Franken gerechnet. Das ist schon eine ordentliche Überraschung!
Die Giessereien, die insgesamt 450 Mitarbeitende in der Schweiz und 150 in Rumänien beschäftigen, stellen hochpräzise Teile für Flugzeugtriebwerke und Industriegasturbinen her. Das wirft natürlich Fragen auf – insbesondere zur Arbeitsplatzsicherheit nach dem Verkauf. Was wird aus den Mitarbeitern? Sind sie die Verlierer oder gibt es vielleicht einen Silberstreif am Horizont? Das bleibt abzuwarten. In jedem Fall möchte GF sich künftig auf das Geschäft mit Röhrensystemen konzentrieren, insbesondere für die Wasserversorgung. Das klingt nach einer klaren Strategie, aber wie immer gibt es Herausforderungen!
Die Hintergründe
Die Giessereien wurden 2018 im Rahmen der Übernahme der Tessiner Firma Precicast Industrial von GF erworben. Damals waren dort noch 730 Beschäftigte tätig und der Umsatz betrug 120 Millionen Franken. Ein kleiner Rückblick zeigt, wie sich die Landschaft verändert hat. GF hat in den letzten Jahren eine umfassende Transformation durchlaufen, unter anderem durch die Übernahme des finnischen Rohrherstellers Uponor und den Verkauf des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen an United Grinding. Man könnte sagen, GF hat sich neu erfunden – aber wie viele Unternehmen in dieser Branche haben das schon versucht?
Der Aktienkurs von GF stieg am Dienstag um 0,5 Prozent auf 44,80 Franken, trotz eines Wertverlusts von 16 Prozent im bisherigen Jahresverlauf. Ein wenig Lichtblick in trüben Zeiten, könnte man sagen. Aber der wirtschaftliche Druck bleibt – die schwache Konjunktur lässt sich nicht so einfach wegdiskutieren. Das ist, wie wenn man versucht, einen Elefanten im Raum zu ignorieren.
Was kommt als Nächstes?
CPP, das 1991 gegründet wurde, hat bereits 5800 Mitarbeitende an über zwanzig Standorten in den USA, Mexiko und Europa. Das Unternehmen selbst stellt ebenfalls Gussteile für die Luftfahrt und Gaskraftwerke her. Ein Zusammenschluss, der Fragen aufwirft. Wird die Kultur der Giessereien unter dem neuen Besitzer erhalten bleiben? Man kann nur spekulieren, wie sich die Dinge entwickeln werden. Hoffen wir, dass die Mitarbeitenden nicht nur Zahlen auf einem Blatt Papier sind, sondern dass ihre Zukunft ernst genommen wird.
Wie es aussieht, wird sich die Industrie in den nächsten Monaten weiter verändern. Die Entwicklung der Wasserversorgungssysteme und die Herausforderungen in der Luftfahrtbranche sind Themen, die uns alle betreffen. Es bleibt spannend, was als Nächstes kommt. Werden wir Zeugen einer neuen Ära für Georg Fischer oder wird der Verkauf der Giessereien als Wendepunkt in die Geschichte eingehen? Die Antworten darauf werden sich in den kommenden Monaten zeigen. Bis dahin bleibt uns nur, die Daumen zu drücken!
