Gemeinden im Dialog: Wie Eschenbach Brücken zwischen den Sprachregionen der Schweiz schlägt
Es ist schon ein bisschen verrückt, wenn man darüber nachdenkt, wie viel Kraft im Austausch zwischen Gemeinden steckt. Eschenbach im Kanton St. Gallen, zum Beispiel, hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit verschiedenen Kommunen aus allen Sprachregionen der Schweiz zu kommunizieren und Beziehungen aufzubauen. Die Idee stammt aus dem Jahr 1999, als der Kontaktkreis Schweizer Gemeinden ins Leben gerufen wurde. Ein Ort, wo man sich über gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen austauschen kann. Das ist nicht nur spannend, sondern auch notwendig in unserer diversifizierten Welt.
Die ursprünglichen Kontaktgemeinden – Scuol, Meiringen und Losone – haben schon viel erlebt. Vor drei Jahren hat Le Landeron aus Neuenburg den Kontaktkreis verlassen, aber Estavayer, die neue Vertreterin der Westschweiz, bringt frischen Wind. Mit etwa 10’800 Einwohnern und einer Fläche von 40,3 km² wird sie sicherlich interessante Perspektiven und Themen einbringen. Die Gemeindebehörden treffen sich mindestens einmal im Jahr, um über problematische Themen zu diskutieren und Lösungen zu finden. Das nächste Treffen findet am 28. und 29. August 2026 in Eschenbach statt, und das Thema wird „Alter“ sein. Ein wichtiges und aktuelles Thema!
Kreativer Austausch und Freundschaftsrabatte
Das Ganze wird nicht nur durch Workshops und Diskussionsrunden bereichert, sondern auch durch Werksbesichtigungen, die einen Blick hinter die Kulissen erlauben. Man kann sich vorstellen, dass die Treffen von Freitagmittag bis Samstagmittag ziemlich intensiv sind. Und als ob das nicht genug wäre, gibt es beim Festival Scuol Classics sogar einen Freundschaftsrabatt für die Partnergemeinden! Da freut sich doch jeder, oder?
Diese Form von kommunaler Partnerschaft ist nicht nur in der Schweiz zu finden. Auch in Deutschland gibt es eine beeindruckende Datenbank, die fast 7.000 Verbindungen zwischen deutschen Kommunen weltweit erfasst. Diese Datenbank, die von den kommunalen Spitzenverbänden und dem RGRE (Rat der Gemeinden und Regionen Europas) eingerichtet wurde, ist eine Schatzkiste für alle, die sich für internationale Beziehungen interessieren. Ob Partnerschaft, Freundschaft oder Projektpartnerschaft – hier findet man alles. Die Karte bietet einen Überblick und lässt Nutzer durch Heranzoomen mehr über einzelne Kommunen erfahren, was für Planung und Austausch von großem Nutzen ist.
Es ist spannend zu sehen, wie sich solche Netzwerke entwickeln. Gemeinden, die nicht in der Datenbank aufgeführt sind, können ihre Partnerschaften selbst eintragen. Das ist ein bisschen wie ein Aufruf zur Mitgestaltung! Es bleibt also nicht nur bei Worten, sondern es entsteht ein lebendiger Austausch zwischen den Menschen in den verschiedenen Orten. Wenn man darüber nachdenkt, dann ist das einfach genial.
In einer Zeit, in der die Welt immer komplexer wird, sind solche Netzwerke von unschätzbarem Wert. Sie bringen Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie aufeinandertrifft. Letztendlich zeigt sich, dass Freundschaft und Zusammenarbeit keine Grenzen kennen – egal, ob in der schönen Schweiz oder anderswo auf der Welt.
