Heute ist der 10.07.2026 und im Tessin wird wieder kräftig geblitzt. Wer in Acquarossa unterwegs ist, sollte seine Geschwindigkeit genau im Auge behalten. Aktuell steht der mobile Blitzer in der Via Lucomagno, PLZ 6715, und hier gilt ein Tempolimit von 50 km/h. Das klingt erst mal nicht viel, aber wie oft hat man das Gefühl, gerade noch im Rahmen zu sein, nur um dann einen Schreck zu bekommen? Der Blitzer wurde um 00:48 Uhr gemeldet, und die Informationen sind bis 06:56 Uhr aktuell. Man weiß ja, wie das ist – die Standorte ändern sich im Laufe des Tages, also wer weiß, wo es als Nächstes einen „Schocker“ gibt!

Ein bisschen Hintergrundwissen schadet nie – bei Geschwindigkeitsmessungen gibt es in der Schweiz Sicherheitsabzüge. Wenn mit einem Laser gemessen wird und die Geschwindigkeit unter 100 km/h liegt, wird ein Abzug von 3 km/h vorgenommen. Bei Radarmessungen sind es sogar 5 km/h. Diese Abzüge erhöhen sich, je schneller man fährt. Das alles geschieht in einer einheitlichen Anwendung durch die Behörden. Ein bisschen beruhigend, oder? Schließlich will niemand wegen eines kleinen Missgeschicks in der Bredouille landen.

Sicherheitsabzüge und Toleranzen

Wenn man nun einen Blick über die Grenze nach Deutschland wirft, sieht man, dass es dort auch Toleranzabzüge für Geschwindigkeitsmessungen gibt. Bis 100 km/h sind es 3 km/h, ab 100 km/h liegt der Abzug bei 3 Prozent der gemessenen Geschwindigkeit. Das System ist also ähnlich, auch wenn die Schweiz ihre eigenen Regeln hat. Und in Österreich? Da gilt das Gleiche: Lasermessungen haben ebenfalls 3 km/h Abzug, ab 100 km/h sind es dann 3 Prozent. Merkt man da den europäischen Einfluss – oder ist es einfach eine Frage der Vernunft?

Es ist spannend zu sehen, dass nicht nur die Messmethoden, sondern auch die Toleranzen stark variieren können. In Italien beispielsweise beträgt der Abzug 5 Prozent der Geschwindigkeit, mindestens jedoch 5 km/h. In Frankreich wird es noch interessanter: Bei mobilen Anlagen sind es 10 km/h unter 100 km/h und 10 Prozent darüber. Da fragt man sich schon, wie die Autofahrer da durchblicken sollen. Und ganz ehrlich – wenn man mal über die Stränge schlägt, könnte ein Blitz auch schon mal ein bisschen mehr „Bam“ machen, als man denkt!

Die rechtlichen Grundlagen

Schließlich gibt es noch die rechtlichen Aspekte, die einen schaudern lassen können. Der Toleranzwert, dieser Sicherheitsabschlag bei Geschwindigkeitsmessungen, ist entscheidend, um Ungenauigkeiten auszugleichen. Man möchte ja nicht wegen eines Messfehlers belangt werden. Das Oberlandesgericht Naumburg hat das schon 1997 klargestellt. Und bei einer Verurteilung müssen nicht nur das Messergebnis, sondern auch das Verfahren und der Toleranzabzug im Urteil angegeben werden. Das klingt alles ziemlich kompliziert, aber es zeigt, dass es auch um Fairness geht.

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Das Messverfahren und der Toleranzwert sind letztlich die Grundlage für die Beweiswürdigung. Und wenn ein Richter bei konkreten Anhaltspunkten für Messfehler Zweifel hat, wird die Zuverlässigkeit der Messung überprüft – das ist doch beruhigend, oder? Schließlich ist niemand perfekt, und auch die Technik hat ihre Tücken.

Wer denkt, dass das alles nur für die „Schwarzfahrer“ gilt, irrt sich gewaltig. Jeder von uns kann mal in die Situation geraten, zu schnell unterwegs zu sein. Also, Augen auf und Geschwindigkeit im Griff behalten – vor allem wenn man das nächste Mal durch Acquarossa fährt!