Zukunftsweisende Landwirtschaft: Die neue Ära der Ausbildung in Schaffhausen
Heute ist der 17.06.2026, und in Schaffhausen tut sich einiges im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung. Die Grundbildung für angehende Landwirte hat sich ordentlich gewandelt. Ab dem kommenden Schuljahr wird die Ausbildung umfassend revidiert. Für viele Lernende, die im Sommer ihre Lehre beginnen, bedeutet das eine spannende Zeit – und gleichzeitig einen großen Schritt in die Zukunft. Die Mehrheit der Kantone hat sich gegen eine Verlängerung der Ausbildungszeit auf vier Jahre entschieden. So wird der Abschluss als Landwirt nun in nur drei Jahren mit einer spezifischen Fachrichtung erreicht.
Ein bemerkenswerter Aspekt dieser neuen Regelung ist die Vertiefung des Berufsschulunterrichts im dritten Lehrjahr. Hier wird den Lernenden mehr Raum gegeben, sich in ihrer gewählten Fachrichtung zu vertiefen. Wer am Strickhof in Lindau ZH lernt, hat die Wahl zwischen Ackerbau, Rindviehhaltung, biologischem Pflanzenbau sowie Schweinehaltung, die in Zusammenarbeit mit anderen Schulen angeboten wird. Und für alle, die sich für Geflügelhaltung oder die Alp- und Berglandwirtschaft interessieren, gibt es spezielle Berufsschulen. Man könnte sagen, die Vielfalt an Fachrichtungen spiegelt die bunte Landschaft der Landwirtschaft wider!
Ein neues Kapitel für die Landwirte von morgen
Die Revision bringt auch mit sich, dass die Anzahl der überbetrieblichen Kurstage von acht auf zwölf erhöht wird. Das ist ein klarer Schritt in Richtung praxisnaher Ausbildung, was für die Lernenden im Kanton Schaffhausen von großer Bedeutung ist. Jedes Jahr beginnen etwa 100 bis 120 junge Menschen ihre Lehre, viele von ihnen leben direkt auf den Höfen und sind bestens in die Familien integriert. Diese enge Verbindung zur landwirtschaftlichen Praxis ist für die Ausbildung unerlässlich.
Ein kleiner, aber feiner Brauch ist es, dass Lernende in jedem Jahr auf einem anderen Betrieb arbeiten. Das ermöglicht ihnen, verschiedene Betriebe und Strategien kennenzulernen. Da entwickelt sich nicht nur das handwerkliche Geschick, sondern auch ein tiefes Verständnis für die vielfältigen Herausforderungen, die der Beruf mit sich bringt. Und das Beste daran? Nach dem Abschluss einer Fachrichtung gibt es die Möglichkeit, sich freiwillig in weiteren Fachrichtungen weiterzubilden. Ein tolles Angebot für alle Wissbegierigen!
Auf dem Weg in die Zukunft
Die neue Bildungsverordnung, die ab dem Schuljahr 2026/27 in Kraft tritt, bringt nicht nur für die Erstausbildung bedeutende Veränderungen. Ab 2027/28 wird auch die Zweitausbildung neu geregelt. Die Praxisbildung wird dann nur noch nach Art. 32 möglich sein, was eine Dauer von zwei Jahren umfasst. Das bedeutet, dass in der Zukunft weniger Möglichkeiten für eine formalisierte Nachholbildung bestehen werden. Die letzte berufsbegleitende Klasse in den nächsten Jahren wird 2025/26 starten, und die Berufsbildner werden von der Lehraufsicht laufend über diese Veränderungen informiert.
Die Landwirtschaft ist ein Berufsfeld im Wandel, und diese Veränderungen sind nicht nur notwendig, sondern auch spannend. Sie verbinden Tradition mit Innovation und zeigen, dass die Landwirtschaft sich ständig weiterentwickelt. Ein bisschen wie ein guter Weinfass – je länger es reift, desto besser wird es! Die kommenden Jahre werden spannend, und die jungen Landwirte sind bestens vorbereitet, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
