In Schaffhausen gibt es einen Ort, an dem sich Frauen zusammenfinden, um sich gegenseitig zu stärken und für ihre Rechte einzutreten. Der Zonta Club ist hier eine treibende Kraft, die seit vielen Jahren für die Selbstbestimmung von Frauen kämpft. An jedem dritten Montag im Monat versammeln sich 36 engagierte Frauen, um sich über aktuelle Themen auszutauschen und inspirierende Referate zu hören. Fabiola Dueri Sonderegger, die Vizepräsidentin, ist seit neun Jahren Teil dieses bemerkenswerten Vereins.

Der Zonta Club Schaffhausen hat sich auf eine Vielzahl von Initiativen spezialisiert. Unter anderem betreiben sie den Fonds «HoriZonta», der Frauen mit finanziellen Einschränkungen bei der Aus- und Weiterbildung unterstützt. Das Ziel ist klar: Die berufliche und soziale Situation der Frauen zu verbessern und ihre Unabhängigkeit vom Sozialamt zu fördern. Gelder für diesen Fonds stammen hauptsächlich von den Zonta-Frauen in Schaffhausen, die sich dafür entschieden haben, auf Sponsoring zu verzichten, um ihre Unabhängigkeit zu bewahren.

Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung

Am 9. Mai findet im BBZ Schaffhausen eine Taschenbörse statt, die bereits die dritte ihrer Art ist. Über 1000 Taschen wurden gesammelt – viele fast neu! Damit wird nicht nur Geld für den Fonds generiert, sondern auch ein Zeichen gesetzt. Denn wie Zonta es sieht, geht es nicht nur um Networking, sondern um echte Veränderungen. Außerdem wird die Aktion «16 Tage gegen Gewalt» unterstützt, die im Einklang mit der weltweiten Kampagne steht, die am 25. November beginnt und am 10. Dezember endet. Diese Kampagne, die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde, ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Im Rahmen dieser Aktion erstrahlt der Munot in orangefarbener Pracht, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Zonta hat auch nachhaltige orange Bänke aufgestellt und plant weitere Aktionen in Form von Info-Ständen, Kino-Filmen und Ausstellungen mit orangen Schuhen. Die Farbe Orange wird hier also nicht nur als Symbol verwendet, sondern auch aktiv in der Gemeinde gelebt.

Globale Perspektiven

Doch Zonta schaut nicht nur lokal, sondern auch global. Die Organisation engagiert sich weltweit für die Rechte von Frauen und Mädchen. Projekte wie «Ending Child Marriage» zielen darauf ab, Mädchen in die Schule zu bringen und Kinderehen zu beenden. Von 2018 bis 2022 wurden dafür 3,5 Millionen US-Dollar bereitgestellt, und weitere 1,2 Millionen US-Dollar sind für die zweite Phase von 2022 bis 2024 zugesagt. Diese Initiativen haben das Potenzial, das Leben von Tausenden zu verändern.

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Zusätzlich unterstützt Zonta das Klimaprogramm «Climate Empower», das Mädchen in Madagaskar, Mosambik und dem Südsudan zugutekommen soll. Hierbei werden 500.000 US-Dollar ab 2024 bereitgestellt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Zonta nicht nur in der Region, sondern auch international aktiv ist, um gegen globale Probleme wie geschlechtsspezifische Gewalt und den eingeschränkten Zugang zu Bildung für Mädchen zu kämpfen.

Die Arbeit von Zonta ist vielfältig und hat viele Facetten. Durch Lobbyarbeit bei den UN und die Teilnahme an Diskussionen über die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), insbesondere SDG 5 zur Geschlechtergleichstellung, wird versucht, die Rechte von Frauen und Mädchen in weltweiten politischen Entscheidungen zu verankern. Es bleibt zu hoffen, dass diese Bemühungen Früchte tragen und eine gerechtere Welt für zukünftige Generationen geschaffen wird.