Wenn der Sommer blitzt: Schaffhausen im Gewitterrausch
Heute ist der 20.06.2026 und ich sitze hier in Schaffhausen, während die Erinnerungen an die heftigsten Gewitter, die die Schweiz in der letzten Nacht heimgesucht haben, noch frisch in meinem Kopf sind. Über 15.000 Blitze haben den Himmel erhellt, und die Luft war erfüllt von einem unheimlichen, aber auch aufregenden Knacken und Zischen. Nach einer Hitzewelle, die uns Temperaturen über 30 Grad beschert hatte – in Schaffhausen sogar einen neuen Junirekord mit 35,7 Grad – kam die Abkühlung wie ein unerwarteter Segen. An den meisten Orten fielen die Temperaturen sogar unter 20 Grad! Man könnte fast sagen, die Natur hat uns einen kleinen Schreckensmoment geschenkt, um uns aus der Sommerhitze zu reißen.
Die Gewitter, die am Freitagabend über die Schweiz zogen, waren alles andere als harmlos. Starkregen, Hagel und Sturmböen haben nicht nur für Aufregung gesorgt, sondern auch für einige Schäden. In Zürich sind umgeknickte Bäume und heruntergerissene Fahrleitungen zu beklagen – die Stadt hat derzeit mit Einschränkungen im Tram- und Busverkehr zu kämpfen. Besonders beeindruckend waren die Hagelkörner, die in vielen Regionen die Größe von Golfbällen erreichten. Was für ein Schauspiel und gleichzeitig ein bisschen beängstigend, oder? Man fragt sich, ob das Wetter verrückt spielt.
Gewitterbildung in der Schweiz
Die Ursachen für solche intensiven Gewitter sind faszinierend: Warme, feuchte Luft ist der Hauptakteur. In der Schweiz, besonders auf der Alpensüdseite, sind die Bedingungen für Gewitter an vielen Sommertagen gegeben. Wenn dann die feuchtwarme Mittelmeerluft über die Alpen strömt, kann es richtig zur Sache gehen. Die Alpenkette selbst trägt zur Gewitterbildung bei, indem sie die warme Luft schnell hebt. Diese vertikalen Aufwärtsbewegungen sind der Grund für die heftigen Gewitter, die wir gestern erlebt haben. Irgendwie hat man das Gefühl, die Berge sind nicht nur für die Aussicht da, sondern auch für solche Naturschauspiele!
Im trockenen Alpeninnern, wie im Wallis oder im Engadin, sieht die Sache schon ganz anders aus. Dort fehlt die Feuchtigkeit, und Gewitter sind eher die Ausnahme. In der Zentralschweiz – man munkelt, es könnte am Napfgebiet liegen – gibt es allerdings eine leicht erhöhte Gewittertätigkeit. Die Region wird sogar als ideale Gewitterbildungsstätte bezeichnet. Wer hätte gedacht, dass die Geographie der Schweiz so stark Einfluss auf das Wetter hat!
Blick in die Zukunft
Für den Samstag ist bereits wieder sehr heißes Wetter in der ganzen Schweiz angekündigt. Die Temperaturen sollen zwischen 32 und 35 Grad liegen. Man fragt sich, ob wir uns auf eine erneute Hitzewelle einstellen müssen. Vielleicht sollten wir uns eine Abkühlung im See gönnen oder einfach mal einen schattigen Platz aufsuchen. Aber so ist das Wetter hier: Es ist unberechenbar und sorgt immer wieder für Überraschungen. Das macht die Natur so lebendig und aufregend – auch wenn wir manchmal gerne mehr Kontrolle über sie hätten.
