Heute ist der 16.07.2026 und wir blicken zurück auf einen aufregenden Tag in Schaffhausen, an dem die landwirtschaftliche Ausbildung mit einer grandiosen Traktorenparade gefeiert wurde. Frühmorgens war auf den Lehrbetrieben bereits Hochbetrieb. Da wurde nicht nur Stallarbeit verrichtet, sondern auch die Traktoren mit bunten Sonnenblumen, rustikalen Holzbänkli und fröhlichen Schwimmflügeli dekoriert. Um 9.30 Uhr ging es dann los – die Parade machte sich auf den Weg in Richtung Strickhof in Wülflingen.

Rund 80 Fahrzeuge rollten stolz durch die Straßen, angeführt von den Absolventen der Obstbauausbildung, die während der Fahrt Kirschen und Äpfel verteilten. Ein wahrer Augenschmaus für die Zuschauer: Oldtimer, Einachser und moderne Traktoren waren zu bestaunen. Ein Blick auf die versammelten 106 Absolventinnen und Absolventen, die sich für die Klassenfotos aufstellten, verriet: Hier wird die Zukunft der Landwirtschaft gefeiert. Und das Strickhof-Forum war bis auf den letzten Platz gefüllt – 500 Gäste waren gekommen, um diesen besonderen Moment zu erleben.

Ein Fest der Wertschätzung

Regula Hauenstein, die die Gäste herzlich begrüßte, lobte die Traktorenparade als Zeichen für die Verbundenheit zur Landwirtschaft. Strickhof-Direktor Ueli Vögeli sprach eindringlich zu den Absolventen und betonte die Bedeutung der Fahrerinnen und Fahrer in der Landwirtschaft. Er sprach auch über die Herausforderungen, vor denen die Branche steht, wie den Klimawandel und die sich ständig wandelnden gesellschaftlichen Erwartungen. „Ein Fähigkeitszeugnis ist wichtig“, so Vögeli, „aber es erzählt nicht von den echten Herausforderungen im Berufsalltag.“ Geduld, Verantwortung und Demut seien unerlässlich, um in dieser Branche erfolgreich zu sein.

Die Absolventen selbst wurden nicht nur für ihre Leistungen gelobt, sondern auch zu neuen Zielen ermutigt. Martin Haab, Präsident des Zürcher Bauernverbandes, hob in seiner Ansprache hervor, dass es oft auf die Handlung ankommt – nicht nur auf das Wissen. Ein Aufruf, der bei den jungen Landwirten gut ankam.

Die Besten der Klasse

Ein weiterer Höhepunkt der Feier war die Ehrung der besten Absolventen. Manuel Meyer, der mit einer Note von 5,7 bei den Landwirt(innen) EFZ glänzte, wurde als bester Absolvent gefeiert. Auch die anderen herausragenden Leistungen beeindruckten: Nicolas Bänninger (Obstbaufachleute) erzielte die beste Abschlussnote mit 5,1, während Magnus Hug bei den Agrarpraktiker(innen) mit 5,3 die Spitze erreichte. Da kann man nur sagen: Hut ab!

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Fünf Absolventen schafften es auf die Note 5,5, darunter Sara Küpfer und Jonas Roth. Ein tolles Ergebnis, das zeigt, wie gut die Ausbildung am Strickhof und am Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg war! Über zwölf Schaffhauser Lernende haben ihre Ausbildung dort erfolgreich abgeschlossen, und die neue Bildungsreform soll dafür sorgen, dass künftige Generationen noch besser vorbereitet werden.

Ein Blick in die Zukunft

Die Herausforderungen in der Landwirtschaft sind groß, und die Absolventen sind sich dessen bewusst. Die Branche steht vor vielen Fragen, die über das bloße Fahren eines Traktors hinausgehen. Der Situationsbericht 2024/2025 des Deutschen Bauernverbands beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung des Agrarsektors eingehend. Hierbei wird nicht nur auf Ressourcenschutz und Flächennutzung eingegangen, sondern auch auf die Agrarpolitik und die internationale Entwicklung. Solche Berichte sind essenziell für Landwirte, politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit, um informierte Entscheidungen treffen zu können.

Doch heute, an diesem besonderen Tag, ging es vor allem um die Freude, die Leidenschaft und das Engagement der neuen Landwirte. Der Schaffhauser Bauernverband gratulierte herzlich den Absolventen und wünschte ihnen viel Erfolg im Beruf. Und wer weiß – vielleicht sehen wir den einen oder anderen bald bei einer nachhaltigen Traktorenparade wieder!