In Schaffhausen, wo die Rheinwasserfälle die Natur gebührend feiern, findet vom 13. bis 16. August ein ganz besonderes Event statt: die TORTOUR Ultracycling. Dieses Rennen gehört ohne Zweifel zu den härtesten Herausforderungen, die die Schweiz zu bieten hat. Die Strecke erstreckt sich über 1000 Kilometer und führt durch die beeindruckendsten Alpenpässe, ganz nach dem Motto „Schweiß und Freiheit“. Und das Beste? Start und Ziel sind in der Heimatstadt des Teilnehmers Simon Graf, der sich auf diese epische Reise begibt.

Simon Graf ist ein echter Neuling im Ultracycling, hat aber bereits eine beeindruckende Reise hinter sich. Er begann im März 2025 mit dem Rennradfahren, was zunächst durch den Kauf eines Gravelbikes für den Arbeitsweg angestoßen wurde. Die Begeisterung für Bikepacking und lange Distanzen hat ihn schnell gepackt. 2022 wagte er einen 24-Stunden-Versuch rund um den Bodensee, der mit einer Knochenhautentzündung endete – eine Lektion in Sachen Grenzen. Doch die wahre Herausforderung, die vor ihm liegt, ist die Rheintour von der Quelle nach Rotterdam, die er in drei Tagen bewältigte. Dabei war Zeitmanagement sein größter Feind: Schlafreduktion auf gerade mal 45 Minuten pro Tag und der ständige Kampf gegen körperliche und mentale Erschöpfung.

Der Weg zum Erfolg

Das Training für die TORTOUR ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Simon trainiert fast täglich zwei Stunden, macht lange Ausfahrten am Wochenende und hat dabei oft mit Zweifeln zu kämpfen. „Kann ich das Zeitlimit schaffen?“ – Eine Frage, die ihn nicht loslässt. Doch mit der Unterstützung seiner Verlobten, die ihn bei der Vorbereitung kräftig unter die Arme greift, gibt er nicht auf. Das Rennen ist für ihn mehr als nur ein sportliches Event. Es ist eine Gelegenheit, in seiner Heimatstadt Schaffhausen zu starten und zu zeigen, was er drauf hat. Und mal ehrlich, die mentale Stärke ist hier der Schlüssel. Ziel ist es, innerhalb des Zeitlimits zu finishen, alles andere ist nebensächlich.

Die TORTOUR Ultracycling ist mehr als nur ein Rennen. Es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln, denn nach sechs Jahren im Kanton Zürich kehrt die Veranstaltung 2026 nach Schaffhausen zurück, dem ursprünglichen Veranstaltungsort. Das Programm ist vielfältig und bietet neben dem Hauptrennen auch einen Prolog, eine gesellige Pasta-Party und einen Finisherbrunch. So wird das Event auch zu einem sozialen Highlight für die Teilnehmer.

Ein Fest für Radfahrer

Die TORTOUR gehört zu den größten Nonstop-Ultracycling-Events weltweit und zieht nicht nur Einzelkämpfer, sondern auch Teams an. Es gibt verschiedene Formate für alle, die sich der Herausforderung stellen wollen. Von Distanzen über 500 km bis hin zu einer 50 km Strecke für Einsteiger – es ist für jeden etwas dabei. Die Kombination aus körperlicher Herausforderung und Navigation sorgt dafür, dass die Rennen spannend und abwechslungsreich bleiben. Außerdem ermöglichen Events wie diese, die Schweiz in ihrer wildesten und schönsten Form zu erleben.

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Die Faszination für das Radfahren, die Simon verspürt, ist ansteckend. Der große Bewegungsradius und das Gefühl von Freiheit, das man auf dem Rad hat, sind unbezahlbar. Man spürt den Wind im Gesicht, die Anstrengung in den Beinen und hat gleichzeitig das Gefühl, die ganze Welt erobern zu können. Langstreckenrennen sind nicht nur für die Teilnehmer aufregend – auch die Fans fiebern mit, wenn es darum geht, die Athleten auf ihrer Reise zu begleiten.