In Schaffhausen tut sich gerade einiges im Bereich der Stadtentwicklung, was für Gesprächsstoff sorgt. In der letzten Sitzung des Verwaltungsrats der Herrenacker Parkhaus AG hat die Baureferentin Katrin Bernath von der GLP eine interessante Forderung geäußert: eine Gratis-Dauerparkkarte für die Parkhäuser der AG. Der jährliche Wert dieser Karte beläuft sich auf stolze 3.000 Franken. Man könnte sagen, das ist ein ganz schöner Batzen Geld, den man sich so sparen kann! Aber der Aufschrei ist groß. Bernath wird als autofeindlich wahrgenommen, weil sie sich für den Abbau oberirdischer Parkplätze einsetzt. Ein bisschen widersprüchlich, oder? Man fragt sich, wie das zusammenpasst.

Die Herrenacker Parkhaus AG betreibt die Parkhäuser Herrenacker, Bahnhof und Schifflände und hat insgesamt 838 Parkplätze. Das Parkhaus Herrenacker ist dabei besonders zentral gelegen, gleich neben der Volksapotheke Zum Ritte. Für Patienten ist das eine echte Erleichterung – die Lage ermöglicht einen kurzen Fußweg zur Apotheke, wo man alles von Aspirin bis Metronidazol bekommt. Ein echter Vorteil, wenn man mal schnell etwas braucht.

Ein Blick auf die städtischen Pläne

Doch die Pläne von Katrin Bernath werfen Fragen auf. Zusammen mit Stadtpräsident Peter Neukomm von der SP, der ebenfalls im Verwaltungsrat sitzt, wollen sie die Zufahrt zum Parkhaus Herrenacker durch die Umwandlung der südlichen Altstadt in eine Begegnungszone erschweren. Ob das wirklich im Sinne der Kunden ist? Die Umwandlung könnte es für Autofahrer schwierig machen, das Parkhaus zu erreichen. Man könnte fast meinen, hier wird die Entscheidung zwischen Autofreundlichkeit und Lebensqualität in der Stadt ausgetragen.

Das Thema Parken und Verkehrsorganisation ist nicht nur in Schaffhausen ein heißes Eisen. In vielen Städten stehen die Kommunen vor ähnlichen Herausforderungen. Der Klimaschutz, zunehmender Lieferverkehr und die steigenden Kfz-Zulassungszahlen fordern ein Umdenken. Die Organisation des ruhenden Verkehrs ist komplex und oft umstritten. Vor allem, wenn sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen ständig ändern. Man fragt sich, wie man da den Überblick behalten soll!

Neue Ansätze für Parkraummanagement

Ein spannendes Projekt, das sich damit beschäftigt, ist das Difu-Projekt „Pano“. Hier wird daran gearbeitet, das Parkraummanagement in elf Städten weiterzuentwickeln. Die Kernthemen sind dabei unter anderem die Steuerung von Stellplatzangeboten auf privaten Flächen und die Nachfrage im öffentlichen Raum. Man könnte fast sagen, das ist die Zukunft des Parkens! Viertelgaragen, Stellplatzsatzungen – all das sind Begriffe, die immer häufiger auf der Agenda stehen. Genauso wie die Kommunikation mit den Anwohnern, denn die sollen ja auch mit ins Boot geholt werden.

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Es bleibt spannend, wie sich die Situation in Schaffhausen und anderswo weiterentwickeln wird. Die Diskussion um Parkplätze und Verkehr wird uns wohl noch eine Weile begleiten. Ob die Forderung nach einer Gratisparkkarte von Katrin Bernath ein cleverer Schachzug oder einfach nur ein Störfeuer ist, wird sich zeigen. Eines ist sicher: Es gibt viel zu bedenken, wenn es um die Zukunft des Parkens in der Stadt geht.