Igel im Fokus: Wie wir unseren stacheligen Freunden helfen können
Heute ist der 11.07.2026 und während wir hier in Schaffhausen die warmen Sonnenstrahlen genießen, gibt es ein kleines, stacheliges Wesen, das uns ans Herz gelegt werden sollte: der Igel. Dieser charmante Geselle ist nicht nur ein bekanntes Wildtier in der Schweiz, sondern steht auch vor großen Herausforderungen, die ihm das Leben schwer machen. Verlust geeigneter Lebensräume, ein Mangel an Nahrung und zahlreiche Gefahren in unseren Siedlungsgebieten setzen ihm stark zu. Es ist schon fast traurig, wenn man bedenkt, dass der Igel zu den ältesten lebenden Säugetieren gehört und bereits zur Zeit der Mammuts verbreitet war. Ein wahres Überbleibsel aus einer anderen Zeit!
Die Umweltschutzorganisation Pro Natura hat den Igel zum Tier des Jahres 2026 gewählt, was darauf hinweist, wie wichtig es ist, diesen kleinen Kerl zu schützen. In Europa gilt die Art als potenziell gefährdet. Besonders im Siedlungsraum lauern die größten Risiken: nächtlich eingesetzte Mähroboter, Straßenverkehr, künstliche Beleuchtung und stark aufgeräumte Gärten ohne Versteckmöglichkeiten sind nur einige der Gefahren, die Igeln das Überleben schwer machen. Man könnte fast sagen, die moderne Welt ist ein gefährlicher Ort für unsere stacheligen Freunde.
Wie können wir helfen?
Doch keine Sorge, wir können etwas tun! Kleine Veränderungen in unseren Gärten können den Igeln helfen. Ein Laub- oder Asthaufen – klingt vielleicht nicht nach viel, aber für einen Igel kann das der perfekte Rückzugsort sein. Auch der Verzicht auf Schädlingsbekämpfungsmittel ist ein Schritt in die richtige Richtung. So fördern wir die Artenvielfalt und geben Insekten, die zur Nahrung des Igels gehören, eine Chance. Wer hätte gedacht, dass ein kleiner Durchgang in den Gartenzaun – etwa 13 x 13 cm – so eine große Wirkung haben kann? Damit ermöglichen wir Igeln, zwischen den Gärten hin und her zu wechseln. Und an alle Mähroboter-Besitzer: Bitte mäht tagsüber! Igel sind nachtaktiv und riskieren sonst ihr Leben.
Ein weniger häufiges Mähen in bestimmten Gartenbereichen könnte ebenfalls wahre Wunder wirken. Es schafft zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Insekten, die wiederum den Igeln zugutekommen. Diese kleinen Stacheltierchen sind nicht nur niedlich, sie tragen auch zur natürlichen Schädlingskontrolle bei, indem sie sich von Spinnen, Larven sowie Hundert- und Tausendfüßern ernähren. Wer hätte gedacht, dass ein bisschen Wildheit im Garten so wichtig ist?
Biodiversität im Fokus
Doch der Igel ist nur ein Teil eines viel größeren Puzzles. Die Biodiversität in der Schweiz steht unter Druck. Ein Drittel aller Arten und die Hälfte der Lebensraumtypen sind gefährdet. Hauptursachen sind mangelnde Flächen, Bodenversiegelung, intensive Nutzung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Das klingt alles nach großen, drängenden Problemen, die uns alle betreffen. Punktuelle Erfolge im Naturschutz können die Verluste nicht wirklich kompensieren, und das ist beunruhigend. Es ist höchste Zeit, dass wir handeln und versuchen, die Leistungen der Biodiversität zu sichern. Schließlich könnte eine resiliente Biodiversität uns auch helfen, den Klimawandel und seine Folgen zu mindern.
Also, liebe Leserinnen und Leser: Lasst uns gemeinsam anpacken! Die Igel und viele andere Tiere in unseren Gärten freuen sich über jede Hilfe. Ob durch kleine Änderungen im eigenen Garten oder durch das Bewusstsein für die Herausforderungen der Biodiversität – jeder Schritt zählt!
