Es ist mal wieder soweit – der Abstimmungskampf zur Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» hat begonnen! Die Befürworter haben ihre Kampagne in Schaffhausen gestartet und laden alle dazu ein, aktiv teilzunehmen. Ja, es wird Zeit, die Ärmel hochzukrempeln! Das geht los mit Flyeraktionen, Spenden und einer breiten Verbreitung in den sozialen Medien. Wer hätte gedacht, dass eine Umfrage des Schweizer Bauernverbands zeigt, dass 57 % der Bevölkerung hinter dieser Initiative stehen, obwohl alle Parteien sie ablehnen? Irgendwie verrückt, oder?

Die Initiative fordert eine komplette Neuausrichtung unserer Agrar- und Ernährungspolitik. Im Fokus stehen dabei einige zentrale Punkte: Eine nationale Strategie für unsere Wasserversorgung, die Selbstversorgung auf 70 % zu steigern, sowie die Förderung von pflanzlichen Lebensmitteln. Und hey, auch Maßnahmen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung sind Teil des Plans. Das Ziel? Die Ernährung unserer Bevölkerung in Krisensituationen innerhalb eines Jahres aus heimischer Produktion sicherzustellen. Da muss man sich schon fragen: Wie solide ist unser aktuelles System wirklich?

Nachhaltigkeit im Agrarsektor

Ein wichtiger Aspekt der Initiative ist die nachhaltige Landwirtschaft. Die Befürworter setzen auf Unterstützung von Mischkulturen, Agroforstwirtschaft und regenerativer Landwirtschaft. Das klingt doch nach einem Plan! Die Argumentation ist klar: Das derzeitige Agrar- und Ernährungssystem verursacht hohe Folgekosten – beeindruckende 31,8 Milliarden Franken jährlich in Umwelt, Klima und Gesundheit. Eine wissenschaftliche Studie belegt zudem, dass wir durch angepasste Nutzung der Ackerflächen und weniger Lebensmittelverschwendung unseren Selbstversorgungsgrad steigern können. Ein bisschen Mut zur Veränderung könnte also nicht schaden.

Aber es sind nicht nur die Schweizer, die sich mit diesen Themen beschäftigen. In Deutschland hat Agrarwissenschaftlerin Urte Grauwinkel das Potenzial von Getreidesorten wie Hirse hervorgehoben, die zur Ernährungssicherheit beitragen können. Matin Qaim, Agrarökonom, warnt allerdings auch vor den Herausforderungen des Klimawandels und des Artensterbens. In Deutschland könnte man 83 % des Lebensmittelbedarfs im Krisenfall selbst decken – das klingt nach einer soliden Basis! Doch klar ist auch: Ein Selbstversorgungsgrad von 100 % ist nicht nur unrealistisch, sondern auch nicht sinnvoll. Diversifizierte Lieferketten sind da das A und O.

Die Herausforderungen der Landwirtschaft

Wir stehen vor einigen gewaltigen Herausforderungen: Klimakrise, Artensterben und die Verschlechterung der Bodenqualität sind nur einige der Punkte, die uns umtreiben. Und die Risiken sind real – bewaffnete Konflikte, wirtschaftliche Schocks und die Folgen der Covid-19-Pandemie haben uns mehr als einmal auf die Probe gestellt. Unsere Agrar- und Ernährungssysteme müssen sich wandeln, und zwar schnell. Die Grundlage dafür sind die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Und dass da was passieren muss, ist klar.

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Schaut man in die Zukunft, wird eines deutlich: Die Landwirtschaft muss nachhaltiger werden, um uns alle zu ernähren. Der Transformationsbericht „Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme“ zeigt Wege auf, wie das gelingen kann. Mit Maßnahmen wie einer Tierhaltungskennzeichnung für mehr Transparenz und einer Eiweißpflanzenstrategie zur Förderung heimischer Produktion sind wir auf dem richtigen Weg. Außerdem ist eine nationale Wasserstrategie ein absolutes Muss – schließlich wollen wir unser Wassermanagement nicht dem Zufall überlassen.

In Schaffhausen und überall in der Schweiz ist es an der Zeit, aktiv zu werden! Die Stimmbevölkerung wird bald über die Initiative entscheiden, und jeder Einzelne von uns kann seinen Teil dazu beitragen, dass das Thema Ernährungssicherheit nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern Teil unserer Realität wird.