Heute ist der 13.06.2026, und in Schaffhausen weht ein Hauch von Wehmut durch die Hallen der BBC Arena. Hrvoje Horvat, der ehemalige Nationaltrainer Kroatiens, hat seine Zeit bei den Kadetten Schaffhausen hinter sich gelassen. Nach drei intensiven Jahren voller Höhen und Tiefen – und ja, auch voller Titel – verabschiedet sich der gebürtige Kroate, der seine Schützlinge zu einem 15-fachen Schweizer Meister und 11-fachen Cupsieger geführt hat. Dieser Abschied ist für ihn alles andere als leicht, denn die zwischenmenschlichen Beziehungen, die er zu den Spielern, dem Vorstand und den Mitarbeitern aufgebaut hat, zählen für ihn mehr als alle Trophäen zusammen.

„Das, was wir zusammen erlebt haben, ist wertvoller als jeder Titel“, so Horvat in einem Abschiedsinterview. Die Erinnerungen an spannende Spiele, laute Jubelschreie und auch die schmerzhaften Niederlagen werden ihm immer in Erinnerung bleiben. Er hätte sich nur zu gerne mit dem dritten Meistertitel verabschiedet, doch der Blick in die Zukunft bleibt positiv. Horvat sieht die Schweizer Liga als spannend und wettbewerbsintensiv an und ist überzeugt, dass die Kadetten bestens auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet sind.

Trainer des Jahres

Ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere war die Auszeichnung zum Trainer des Jahres bei den Swiss Handball Awards, die am 11. Juni 2026 in der Trafohalle in Baden verliehen wurden. In einem festlichen Rahmen, mit rund 400 Gästen und unter der Leitung von Daniel Zobrist und Katja Bopp, wurde Horvat für seine herausragende Leistung geehrt. „Es sind nicht nur die Titel, die zählen“, sagt er, „sondern auch die Menschen, mit denen ich dieses Abenteuer teilen durfte.“

Seine Mitnominierten, Rikhardsson und Sarlos, hatten ebenfalls einen starken Einfluss auf die Liga, doch Horvat konnte sich durchsetzen und wurde der Trainer des Jahres für die Männer. Der Galaabend war eine Würdigung der sportlichen Leistungen, bei dem nicht nur die Trainer, sondern auch die besten Spieler und Schiedsrichter ausgezeichnet wurden. So gingen die Mobiliar Topskorer Awards an Ante Gadza und Leonie Aellen, während die MVP-Auszeichnungen an Luca Sigrist und Kerstin Kündig gingen. Von Newcomern wie Niclas Mierzwa und Lisa Herger ganz zu schweigen!

Die Kadetten Schaffhausen haben unter Horvats Leitung nicht nur Titel gesammelt, sondern auch viel über Teamgeist und Zusammenhalt gelernt. Diese Lektionen werden sich als wertvoll herausstellen, auch wenn er nun in seine Heimat Zagreb zurückkehrt. Das Herz bleibt hier, in Schaffhausen, und die Erinnerungen werden ihn begleiten.

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