Heute ist der 18.05.2026, und wir blicken gespannt auf die Entwicklungen im Kanton Schaffhausen. Die Abstimmungssonntage sind in der Region immer ein spannendes Schauspiel. Wahlhelfer sortieren Stimmzettel nach „Ja“, „Nein“, „leer“ oder „ungültig“, während die Banknotenzählmaschinen ein wenig zur Beruhigung beitragen. Aber, um ehrlich zu sein, so ganz ohne den alten Charme der Handarbeit ist das nicht. Das Verfahren wird zunehmend unattraktiv für die Helfer – und das könnte sich bald ändern.

Am 14. Juni wird im Kanton Zürich ein neues Modell des „E-Countings“ erprobt. In neun Pilotgemeinden wie Seuzach, Zollikon und Küsnacht dürfen etwa 58’000 Stimmberechtigte ihre Stimme auf einem einheitlichen, maschinenlesbaren Stimmzettel abgeben. Das Schöne daran? Ein einfaches Kreuz im entsprechenden Feld genügt! Handgeschriebene Notizen sind passé. Die Stimmzettel werden dann direkt in ein optisches Lesegerät eingegeben und softwaregestützt ausgewertet. Klingt nach einem Fortschritt, oder?

Ein Blick auf die Nachbarn

Über 100 Schweizer Gemeinden und Städte haben das elektronische Auszählen bereits eingeführt. Der Kanton Genf war der Pionier und startete 2001, gefolgt von Waadt und St. Gallen. Auch in Bern ist man am Planen – die Umstellung für 2024 steht an. In Basel-Stadt wird das Ganze bereits für 2025 in Angriff genommen. Man fragt sich, ob die Tradition der Handarbeit in Schaffhausen bald der Vergangenheit angehört, besonders wenn man bedenkt, dass dort noch immer die klassische Methode verwendet wird.

Aber die Gemeinde Rafz, die nahe am Kanton Schaffhausen liegt, könnte als Beispiel für eine mögliche Umstellung herhalten. In Rafz wird im Juni das neue Verfahren getestet, und die Stimmberechtigten erhalten detaillierte Erklärungen in ihren Abstimmungsunterlagen. Dies könnte die Diskussionen über „E-Counting“ im Kanton Schaffhausen anstoßen – vielleicht ist dies der Anstoß, den man braucht, um die digitale Auszählung auch dort einzuführen.

Die Herausforderungen der digitalen Auszählung

Doch bei all den Fortschritten bleibt die Verantwortung beim menschlichen Wahlbüro vor Ort. Strenge Sicherheitsauflagen gelten für die digitale Auszählung, mit technischen Kontrollen und repräsentativen Stichproben von Hand. Das „E-Counting“ gilt vorerst nur für Abstimmungen und nicht für Wahlen. Aber man kann sich vorstellen, dass dies der erste Schritt in eine neue Ära der Stimmabgabe ist. Der Bundesrat genehmigte das Verfahren für eidgenössische Vorlagen bereits 2018, und die Uhr tickt, während Schaffhausen noch in den Diskussionen über die digitale Zukunft steckt.

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Die Vorfreude auf die kommenden Veränderungen ist spürbar. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Pilotprojekt in Zürich entwickeln wird und ob es den Funken zündet, den die Gemeinden im Kanton Schaffhausen brauchen. Vielleicht wird das E-Counting nicht nur die Art und Weise, wie wir abstimmen, revolutionieren, sondern auch das Engagement der Wahlhelfer neu entfachen. Also, lehnen wir uns zurück und beobachten die Entwicklungen – vielleicht erwartet uns eine aufregende Zeit!