Die Hitze hat uns fest im Griff, und das nicht nur in Basel! Die letzten Tage brachten neue Rekorde, die die Schweizer in Atem halten. Am Samstag kletterte das Thermometer in Basel auf unglaubliche 39 Grad – ein neuer Temperaturrekord. Das ist schon fast eine Einladung zum Schwitzen, oder? Aber nicht nur hier, auch im Tessin, Wallis und der Westschweiz überschritten die Temperaturen am Montag die 30-Grad-Marke. Man fragt sich unweigerlich, wo das ganze Wasser geblieben ist, wenn der Schweiß in Strömen fließt.

Und wenn man denkt, es könnte nicht heißer werden, zeigen die Messstationen, dass in Zürich-Fluntern, Bern-Zollikofen und vielen weiteren Orten die bisherigen Höchstwerte übertroffen wurden. Der Sonntag war besonders intensiv, da mehrere Stationen schon zwölf Tage mit Höchsttemperaturen über 30 Grad verzeichneten. Das ist schon eine lange Zeit für eine Hitzewelle, die durch die Anzahl aufeinanderfolgender Tage mit diesen Temperaturen gemessen wird. An vielen Orten gab es in der Nacht auf Montag Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad, was die schlaflosen Nächte nur noch verschärfte.

Flurbrände und Feuerverbote

Im Kanton Luzern sorgte die Hitze über das Wochenende für mehrere Flurbrände, die hauptsächlich in abgeernteten Feldern ausbrachen. Glücklicherweise konnten die Feuerwehren in allen Fällen größere Brände verhindern. Allerdings mussten mehrere Personen zur Verantwortung gezogen werden, weil sie sich nicht an das strikte Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe hielten. Man fragt sich, was dabei in den Köpfen vorgeht – bei dieser Hitze mit Feuer zu experimentieren, ist doch einfach nur unverantwortlich!

Aber die Hitzewelle ist nicht nur ein regionales Phänomen. Europa wird derzeit von einer Welle extremer Temperaturen heimgesucht, die sich von West nach Ost bewegt. Zu Beginn der Woche war die Bretagne betroffen, gefolgt von Zentralfrankreich, wo über 1300 Schulen aufgrund der Hitze geschlossen blieben. Die höchste Hitzewarnstufe wurde für mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausgerufen. In Deutschland wird die Hitzewelle ihren Höhepunkt von Freitag bis Sonntag erreichen – das klingt nicht gut für die, die unter der drückenden Hitze leiden.

Klimawandel und Hitzewellen

Was wir erleben, ist kein Zufall. Der menschengemachte Klimawandel hat seit der Jahrtausendwende Hitzewellen wahrscheinlicher und intensiver gemacht. Eine Studie im Fachjournal Nature hat 213 Hitzewellen zwischen 2000 und 2023 analysiert und festgestellt, dass rund ein Viertel dieser Hitzewellen ohne den Klimawandel sehr wahrscheinlich nicht aufgetreten wäre. Treibhausgase haben die Wahrscheinlichkeit von 55 Hitzewellen um den Faktor 10.000 erhöht. Das ist erschreckend, wenn man bedenkt, dass 180 große Kohlenstoffemittenten für rund 57% des menschengemachten Treibhausgasausstoßes verantwortlich sind. Diese Zahlen sind wie ein kalter Schauer an einem heißen Tag.

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Die Hitzewelle, die uns plagt, ist also nicht nur ein Wetterphänomen – sie ist ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen, denen wir uns als Gesellschaft stellen müssen. In diesen heißen Tagen, während wir den Schatten suchen und die kühlen Plätze genießen, sollten wir nicht vergessen, was hinter diesen extremen Temperaturen steckt. Ein bisschen mehr Bewusstsein könnte uns helfen, kühler durch diese Zeiten zu kommen.