Bäuerinnen von morgen: Mit Vielfalt und Nachhaltigkeit in eine grüne Zukunft
In der malerischen Region Schaffhausen, wo der Rhein in sanften Wellen plätschert und die Natur in voller Pracht erblüht, haben kürzlich die Absolventinnen der Fachausbildung Bäuerin ihre berufsbegleitende Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Ein ganz besonderer Moment, der nicht nur für die Absolventinnen, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft von Bedeutung ist. Direkt nach dem erfolgreichen Abschluss gab es herzliche Gratulationen von Susanne Fuster, der Präsidentin der Zürcher Landfrauenvereinigung, sowie Jeanette Zürcher-Egloff, der Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes. Sie ermutigten die neuen Bäuerinnen, die wertvolle Arbeit der Landfrauen in die Öffentlichkeit zu tragen.
Ueli Voegeli, der Direktor des Strickhofs, hob die bunte Diversität der Klassen hervor. In diesen Ausbildungsgängen sind nicht nur angehende Bäuerinnen, sondern auch Bäckerinnen, Pflegefachfrauen, Floristinnen und sogar eine Juristin sowie eine Veterinärin vertreten. Diese Mischung bringt frischen Wind in die Ausbildung, der die Absolventinnen bereichert. Manuela Bamert, Leiterin des Bereichs Bäuerinnen/Bäuerlicher Haushalt, stellte fest, dass das Interesse an nachhaltiger Ernährung und dem Selbstproduzieren von Lebensmitteln stetig wächst. Diese Entwicklung ist nicht nur spannend, sondern auch notwendig in einer Zeit, in der Umweltfragen immer drängender werden.
Die Ausbildung als Lebensschule
Die Bäuerinnenschule wird oft als „Lebensschule“ bezeichnet. Ein passender Titel, denn hier lernen die Teilnehmerinnen nicht nur die Grundlagen der Landwirtschaft, sondern auch wichtige Fähigkeiten in Hauswirtschaft, Ernährung und Selbstmanagement. Die berufsbegleitenden Absolventinnen sind meist in den Betrieben ihrer Partner eingebunden und übernehmen somit eine zentrale Rolle im bäuerlichen Haushalt. Einige von ihnen haben sogar Pläne, auf einen eigenen Hof zu ziehen oder eine Familie zu gründen. Die Motivation für die Vollzeitausbildung variiert stark; viele Absolventinnen bringen bereits einen bäuerlichen Hintergrund mit, während andere neu in diesem Bereich sind.
Die Vielfalt der Wahlfächer und die praxisnahen Inhalte machen die Ausbildung besonders attraktiv. Ein wachsendes Interesse an grünen Berufen, die nicht nur kreativ sind, sondern auch Teamarbeit und Nachhaltigkeit betonen, ist deutlich spürbar. Wer mehr über diese Berufe erfahren möchte, kann sich den informativen fünfminütigen Film über moderne Ausbildungen ansehen, der die verschiedenen Möglichkeiten in der Landwirtschaft aufzeigt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Tagung zur „Biodiversität in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung“, die im September 2024 stattfand, hat gezeigt, wie wichtig es ist, das Berufsbild des Landwirts zu modernisieren und Kompetenzen im Biodiversitätsschutz zu stärken. Es wurde deutlich, dass praxisnahe Lerninhalte und externe Expertise eine wertvolle Unterstützung für Lehrkräfte darstellen. In diesem Kontext wird auch die Vernetzung zwischen Landwirtschafts- und Naturschutzpraxis immer wichtiger, um Best Practice-Beispiele sichtbar zu machen und einen regen Austausch zu fördern.
Mit all diesen Entwicklungen wird deutlich, dass die Ausbildung in der Landwirtschaft nicht nur eine berufliche Chance bietet, sondern auch eine Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft teilzuhaben. Die Absolventinnen stehen nicht nur am Beginn ihrer Karriere, sondern auch an der Schwelle zu einer bewussteren und umweltfreundlicheren Lebensweise. Ein aufregender Weg, der sie nicht nur zu Bäuerinnen, sondern auch zu Botschafterinnen einer neuen, nachhaltigeren Ernährungsweise macht.
