Heute ist der 27.04.2026. In Schaffhausen gibt es einen Ort, der seit über 25 Jahren Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite steht: die Schreibstube im Güterbahnhofgebäude an der Emmersbergstrasse 1. Gegründet wurde die Institution im Oktober 2000 als „Verein Erwerbslosen-Treffpunkt Schaffhausen“ (VETS). Sie hat sich in der Schaffhauser Freiwilligenarbeit zu einer festen Größe entwickelt und bietet Unterstützung bei einer Vielzahl von schriftlichen Aufgaben und digitalen Herausforderungen.

Im vierten Stock des Güterbahnhofgebäudes stehen zehn moderne Computerstationen bereit, an denen über 15 ehrenamtliche Schreibhelferinnen und -helfer ihren Dienst tun. Die Aufgaben sind vielfältig: Sie helfen bei der Stellensuche, beim Verfassen von Lebensläufen und Briefen, und unterstützen auch in bürokratischen Angelegenheiten. Dabei ist die Unterstützung beim Umgang mit E-Mail-Konten und Online-Bewerbungstools besonders gefragt. Die Schreibstube legt großen Wert auf einen kontrollierten Einsatz von Technologien wie künstlicher Intelligenz, um den Menschen in Schaffhausen nicht nur zu helfen, sondern sie auch auf die digitale Zukunft vorzubereiten.

Ein Grund zum Feiern

Im Jahr 2008 wurde die Organisation mit dem Prix-Benevol ausgezeichnet, der mit 5000 Franken dotiert ist. Diese Anerkennung zeigt, wie wichtig die Arbeit der Schreibstube für die Gemeinschaft ist. Unterstützt wird die Institution von Benevol Schaffhausen, der lokalen Dachorganisation für Freiwilligenarbeit, die sich dafür einsetzt, dass das freiwillige Engagement auch in Zukunft floriert.

Am 16. Mai 2026 wird das 25-jährige Bestehen der Schreibstube mit einem Stand am Schaffhauser Wochenmarkt gefeiert. Das Jubiläum wird im kleinen Rahmen mit Vereinsmitgliedern und Geldgebern zelebriert, doch alle Interessierten sind eingeladen, sich über die Tätigkeiten der Schreibstube zu informieren. Es ist ein Anlass, der nicht nur die Erfolge der Vergangenheit würdigt, sondern auch die Herausforderungen der Zukunft beleuchtet.

Herausforderungen und Ausblick

Die Schreibstube sieht sich jedoch auch Herausforderungen gegenüber. Viele der freiwilligen Helfer sind Pensionierte, die Schwierigkeiten haben, mit der rasanten digitalen Entwicklung Schritt zu halten. Ab 2028 steht zudem eine umfassende Sanierung des Güterbahnhofgebäudes an, die die Zukunft des Standorts beeinflussen könnte. Diese Veränderungen sind nicht nur für die Helfer, sondern auch für die Menschen, die auf die Unterstützung angewiesen sind, von großer Bedeutung.

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In einer Zeit, in der digitale Kompetenzen immer wichtiger werden, bleibt die Schreibstube ein Ort der Hoffnung und des Miteinanders. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Menschen in schwierigen Situationen eine Hand zu reichen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Es ist ein Zeichen für den Zusammenhalt in der Gemeinschaft und ein Beispiel dafür, wie Freiwilligenarbeit das Leben vieler Menschen positiv beeinflussen kann.