Heute ist der 29.06.2026, und in Stans, Nidwalden, dürfen wir uns über eine ganz besondere Ausstellung freuen. Der Künstler Pravoslav Sovak, der über vier Jahrzehnte in dieser Region lebte, präsentiert seine Werke, die tief in Themen wie Heimat, Identität und Erinnerungen verwurzelt sind. Rund 100 Schöpfungen aus mehr als sechs Jahrzehnten künstlerischen Schaffens sind hier zu sehen. Man merkt sofort: Sovaks Kunst spricht nicht nur die Augen an, sondern berührt auch die Seele.

Was mir besonders ins Auge sticht, ist die Inspiration, die Sovak aus seinen Reisen schöpft. Ob es die weiten Wüstenlandschaften Arizonas und Utahs sind, die beeindruckenden Wolkenkratzer New Yorks oder die malerischen Strandlandschaften – all das spiegelt sich in seinen Arbeiten wider. Zudem hat er oft menschenleere Orte festgehalten, die wie Oasen der Ruhe wirken, und dabei auch Erinnerungen an Böhmen und das Hergiswiler Haus heraufbeschworen. Ein Bild trägt den Titel „Homesick“, was auf das ungestillte Sehnen nach einem heimatlichen Ort hinweist. Das Thema Heimweh hat Sovak nie laut ausgesprochen, aber seine Werke erzählen davon – eindringlich und emotional!

Kulturelle Verankerung in Nidwalden

Kuratorin Martina Kral hebt die tiefe Verbindung zwischen Sovaks Kunst und Nidwalden hervor. Trotz seiner langen Zeit hier war der Künstler wenig in der regionalen Kunstszene vernetzt, was mich ehrlich gesagt etwas überrascht. Dennoch besitzen viele Nidwaldner seine Werke, und es gibt durchaus engagierte Kunstinteressierte, die sich für die Förderung seiner Kunst einsetzen. Es ist schön zu sehen, wie Kunst die Menschen hier verbindet.

Die Ausstellung hat sich das Ziel gesetzt, ein breites Publikum anzusprechen und einen niederschwelligen Zugang zu bieten. Das ist wichtig, denn Kunst sollte für alle zugänglich sein! Ein spannendes Begleitprogramm rundet das Erlebnis ab. Die offizielle Eröffnung fand am 26. Juni um 18.30 Uhr statt. Wer es verpasst hat, kann sich auf einen öffentlichen Rundgang am 5. Juli um 14 Uhr freuen oder die Matinée am 30. August um 11.30 Uhr besuchen. Am gleichen Tag gibt es ein Gespräch um 14 Uhr und ein offenes Erzähl-Café am 2. September um 14 Uhr. Weitere öffentliche Rundgänge sind am 27. September geplant. Auch Gruppen und Schulklassen sind herzlich willkommen – Führungen und Workshops werden angeboten!

Details zur Ausstellung

Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. Oktober 2026 im Nidwaldner Museum, im Winkelriedhaus in der Engelbergstrasse 54A, 6370 Stans. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch von 14 bis 20 Uhr, Donnerstag bis Samstag von 14 bis 17 Uhr und Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – die Werke sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch Fenster in eine Seele, die das Sehnen und die Erinnerungen lebendig werden lassen.

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Ich kann nur empfehlen, sich die Zeit zu nehmen und durch diese besondere Ausstellung zu schlendern. Es ist nicht nur eine Begegnung mit der Kunst, sondern auch mit der eigenen Erinnerung, vielleicht sogar mit der eigenen Sehnsucht nach Heimat. Ein echtes Erlebnis für alle, die sich für Kunst und die Geschichten dahinter interessieren. Und wer weiß, vielleicht entdeckt man dabei sogar etwas über sich selbst!