Heute ist der 4.06.2026 und in der kleinen Gemeinde Emmetten in Nidwalden herrscht eine spürbare Aufregung. Gemeindeschreiber Adrian Truttmann und Schulleiter Robert Schüpfer haben entschieden, die Gemeinde zu verlassen. Ein Schritt, der nicht nur für die beiden Führungspersönlichkeiten selbst, sondern auch für die gesamte Gemeinde von großer Bedeutung ist. Truttmann, der seit dem 1. August 2019 im Amt ist, hat sich während seiner Zeit nicht nur um die Schaffung der Einheitsgemeinde, sondern auch um die Entwicklung der Marke «Emmetten» verdient gemacht. Sein Abgang wird per Ende 2026 offiziell, während Schüpfer spätestens am 31. Juli 2027 folgen wird.

Die Gründe für die Kündigungen wurden dem Gemeinderat bereits transparent mitgeteilt. Beide möchten sich einer selbständigen Tätigkeit widmen – ein Schritt, der natürlich auch mit einem Hauch Wehmut verbunden ist. Der Gemeinderat hat ihr Engagement und ihre Loyalität in den höchsten Tönen gelobt. Man kann sich gut vorstellen, wie die Gemeinde jetzt ein bisschen verwaist wirkt, wenn man an die beiden denkt, die so viel für die Entwicklung der Gemeinde geleistet haben. Es ist nicht leicht, solche Persönlichkeiten gehen zu sehen.

Neues Kapitel für Emmetten

In der letzten Zeit hat sich in Emmetten einiges getan. Die Stimmberechtigten haben eine neue Gemeindeordnung mit satten 83,3 % Ja-Stimmen genehmigt, was eine klare Zustimmung zu den Veränderungen signalisiert. Die Auflösung der Schulgemeinde und des Schulrates steht dabei im Mittelpunkt. Zukünftig wird die politische Gemeinde die Bildungsaufgaben übernehmen – ein gewaltiger Schritt, der die Strukturen und die Organisation grundlegend verändern wird. Die Reduzierung der Gemeinderäte von sieben auf fünf soll strategisches Arbeiten ermöglichen. Man könnte sagen, die Gemeinde zieht jetzt die Zügel an, um zukunftsorientiert zu agieren.

Die neuen Gemeinderäte, die am 25. September 2023 gewählt werden, erhalten eine Amtsdauer von vier Jahren. Eine wesentliche Veränderung, denn das System der halbjährlichen Wahlen gehört der Vergangenheit an. Gemeindepräsident Toni Mathis zeigt sich über die Unterstützung von Gemeinde- und Schulrat sehr erfreut. Auch Schulpräsidentin Karina Eberli hat die Bedeutung der Bildung betont und die Schaffung einer gemeinsamen Basis hervorgehoben. Es bleibt also abzuwarten, wie sich alles entwickeln wird und welche neuen Wege die Gemeinde einschlagen wird.

Ein Abschied mit Blick in die Zukunft

Die Gemeinde Emmetten steht an einem Wendepunkt. Die Abgänge von Truttmann und Schüpfer sind nicht nur der Verlust von zwei wichtigen Köpfen, sondern auch eine Chance für frischen Wind. Man fragt sich, wie die neuen Strukturen, die jetzt auf dem Tisch liegen, umgesetzt werden. Ob die Gemeinde von den Veränderungen profitieren kann, wird sich zeigen. Doch eines ist sicher: Die Menschen in Emmetten sind bereit, diese Herausforderungen anzunehmen und die Zukunft aktiv zu gestalten. Mit einem Hauch Nostalgie und einer Portion Neugierde blickt die Gemeinde in eine neue Ära, die vielversprechend sein könnte.

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