Heute ist der 1.06.2026 und in der kleinen, aber feinen Welt des Obwaldner Bau- und Raumentwicklungsdepartements gibt es Neuigkeiten, die die Gemüter bewegen dürften. Martin Furrer, ein vertrautes Gesicht im Departement, wurde zum neuen Departementssekretär gewählt. Diese Entscheidung wurde durch den Regierungsrat des Kantons Obwalden getroffen, und man könnte sagen, die Wahl ist fast ein Heimspiel für Furrer, der seit 2012 als juristischer Mitarbeiter in den Hallen des Departements wirkt. Seit 2015 war er stellvertretender Departementssekretär – eine Position, die ihn bestens auf diese neue Herausforderung vorbereitet hat.
Der 42-Jährige hat das juristische Handwerk an der Universität Luzern von 2005 bis 2010 erlernt und mit einem Master abgeschlossen. Davor sammelte er wertvolle Erfahrungen beim Notariatsinspektorat des Kantons Zürich. Jetzt wird er das Departementssekretariat leiten, das den Departementsvorsteher bei der Planung und Vorbereitung der Geschäfte des Regierungsrats und des Kantonsrats unterstützt. Ein spannender Job, der viel Verantwortung mit sich bringt! Furrer folgt der langjährigen Sekretärin Natalie Joller, die nach über 20 Jahren in der kantonalen Verwaltung eine neue Lebensphase einläutet. Joller hat maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung des neuen Planungs- und Baugesetzes beigetragen, das bereits am 1. März 2026 in Kraft treten wird.
Ein Blick auf das neue Planungs- und Baugesetz
Das neue Gesetz ist ein bedeutender Schritt für die Zukunft des Planungs- und Baurechts in Obwalden. Es sorgt dafür, dass die komplexen Regeln im Planungs- und Baurecht auf drei Staatsebenen – Bund, Kanton und Gemeinde – harmonisch ineinandergreifen. Während das Raumplanungsgesetz des Bundes die Grundzüge der Raumplanung in der Schweiz festlegt, sorgt der Kanton dafür, dass die Nutzung des Bodens klar geregelt ist. Gemeinden wiederum definieren in ihrer Bau- und Zonenordnung, welche Gebiete zu welchen Bauzonen gehören und was dort gebaut werden darf. Das klingt alles recht kompliziert, aber es ist wichtig, damit unsere schönen Landschaften und Wohngebiete auch in Zukunft lebenswert bleiben.
Das neue Planungs- und Baugesetz bringt frischen Wind in die Gesetzgebung. Es wurden einige Vorgaben vereinfacht und auf den neuesten Stand gebracht. Beispielsweise gibt es nun keine Vorgaben zur zulässigen Gebäudehöhe mehr, was den Gemeinden mehr Flexibilität gibt. Auch die Abschaffung der Nutzungsziffern, die 2015 beschlossen wurde, macht die Planung einfacher. Einsprachen im Baubewilligungsverfahren müssen ernst genommen werden, und rechtzeitige Kommunikation mit Nachbarn wird empfohlen – das könnte so manchem Nachbarn die Nerven retten!
Die Herausforderungen des Bauens
Bauen ist kein Zuckerschlecken, das wissen wir alle. Der Mensch braucht Raum für Wohn-, Arbeits-, Erholungs- und Freizeitzwecke. Doch der verfügbare Boden muss auf unterschiedliche Ansprüche gestaltet und erhalten werden. Die Baugesetze der Schweiz, die eine Mischung aus Bundes- und kantonalen Regelungen sind, regeln den Umgang mit diesem kostbaren Gut. Hier kommt das Planungs- und Baurecht ins Spiel. Es gibt große regionale Unterschiede und eine gewisse Rechtszersplitterung, was für Eigentümer und Planer eine Herausforderung darstellen kann.
Außerdem gibt es auch noch das baurechtsrelevante Umweltschutzrecht, das nicht vernachlässigt werden darf. Lärmschutz, Luftreinheit und andere Umweltvorschriften sind in den Gesetzen verankert und müssen beim Bauen beachtet werden. Der Kanton Obwalden hat sich der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) angeschlossen, was schon mal ein Schritt in die richtige Richtung ist. Die Harmonisierung von Baubegriffen, Höhen und Abständen könnte einiges an Verwirrung nehmen und das Bauen erleichtern.
So blickt das Bau- und Raumentwicklungsdepartement unter der neuen Leitung von Martin Furrer gespannt in die Zukunft. Die Weichen für eine moderne, lebenswerte und nachhaltig geplante Umgebung sind gestellt. Und wer weiß, vielleicht können wir bald die ersten Früchte der neuen Gesetzgebung ernten – und das nicht nur im übertragenen Sinne!