Heute ist der 8.06.2026, und die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft steht in den Startlöchern für die WM 2026. Am Samstag geht’s los – und zwar mit einem spannenden Auftaktspiel gegen Katar. Die Vorfreude ist förmlich greifbar, besonders nach einem letzten Testspiel gegen Australien, das mit einem 1:1 endete. Nach einem solchen Match könnte man denken, die Jungs brauchen eine Auszeit, doch stattdessen gönnten sie sich einen Besuch bei einem Baseballspiel der San Diego Padres gegen die New York Mets. Ein bisschen Abwechslung schadet nie, oder?
Im Stadion wurden die Spieler wie Manuel Akanji und Remo Freuler eingeblendet – ein bisschen Ruhm hier, ein bisschen Glanz dort. Aber das Highlight für viele war wohl der Auftritt von Granit Xhaka und Ricardo Rodriguez. Die beiden zeigten während des Spiels den Doppeladler, ein Nationalsymbol des Kosovos. Erinnerungen an die WM 2018 werden wach, als Xhaka, Xherdan Shaqiri und Stephan Lichtsteiner nach Toren gegen Serbien die gleiche Geste zeigten. Damals war das eine riesige Sache, die die FIFA auf den Plan rief und als politisch motiviert einstufte. Geldstrafen für die Spieler waren die Folge – nicht gerade das, was man sich wünscht, wenn man auf dem Platz steht.
Ein Blick zurück zur WM 2018
Die Geste des Doppeladlers sorgte für ordentlich Gesprächsstoff. Xhaka und Shaqiri, beide mit albanischen oder kosovo-albanischen Wurzeln, ernteten sowohl viel Lob als auch viel Kritik. Die FIFA bestrafte sie zwar mit Geldstrafen von jeweils 8680 Euro, doch sie kamen ohne Sperre davon und durften im letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica und ein mögliches Achtelfinale spielen. Kapitän Stephan Lichtsteiner erhielt „nur“ eine Strafe von 4340 Euro. Ein bisschen wie eine Schusswaffe im Fußball, die einen heftigen Eklat auslöste, gell? Der serbische Verband wurde zudem wegen der nationalistischen Parolen der Fans mit einer Strafe von 46.860 Euro belegt.
Komischerweise wird für die aktuelle Geste von Xhaka und Rodriguez nicht die gleiche öffentliche Diskussion erwartet. Man kann nur hoffen, dass die Jungs mit der gleichen Leichtigkeit in die WM starten wie bei ihrem Baseball-Ausflug. Und vielleicht bringt die WM 2026 ja nicht nur spannende Spiele, sondern auch ein bisschen mehr Frieden auf den Rängen und abseits des Platzes. Wer weiß, was uns noch alles erwartet!