Abtauchen in die kühlen Geheimnisse des Schwarzwalds: Entdecke die faszinierenden Besucherbergwerke
Wenn die Sommerhitze uns in den Straßen von Basel die Schweißperlen auf die Stirn treibt, dann gibt es kaum etwas Besseres, als einen Ausflug in die kühlen Tiefen des Schwarzwalds zu wagen. Wer hätte gedacht, dass die alten Bergwerke dort nicht nur Geschichte atmen, sondern auch eine willkommene Erfrischung bieten? Mit Temperaturen zwischen 8 und 12 Grad, sind sie der perfekte Ort, um dem Hitzechaos zu entfliehen. Aber bevor du dich auf den Weg machst, vergiss nicht, eine Jacke und festes Schuhwerk einzupacken – die Stollen sind oft rutschig und die Temperaturen können schon ganz schön frisch werden!
Die Bergwerke im Schwarzwald sind nicht nur faszinierende Ausflugsziele, sie erzählen auch die Geschichten von Jahrhunderten des Bergbaus. Der Beginn dieser Geschichte reicht etwa 1000 Jahre zurück. Damals wurde hier vor allem Silber, Kupfer und Blei abgebaut. Und wusstest du, dass die Bergleute Kienspäne als Lichtquelle verwendeten? Diese kleinen, mit Harz getränkten Holzstücke waren nicht viel heller als ein brennendes Streichholz, aber sie ermöglichten es den Bergleuten, ihre Hände für die Werkzeuge frei zu haben. Diese kleine Anekdote zeigt, wie kreativ die Menschen schon damals waren!
Die besten Besucherbergwerke im Schwarzwald
- Frischglück-Besucherbergwerk (Neuenbürg): Hier tauchst du ein in die Geschichte des Eisenerzabbaus, der bis in die Keltenzeit zurückreicht. Die Führungen durch die schimmernden Hohlräume sind ein echtes Erlebnis. Geöffnet von April bis Oktober, samstags, sonntags und feiertags. Der Eintritt kostet 8,00 € für Erwachsene und 5,00 € für Kinder.
- Bergwerk Neubulach – Grube Hella-Glück: Diese Grube konzentriert sich auf den mittelalterlichen Kupfer- und Silberbergbau. Die gut ausgebauten Stollen sind leicht begehbar und sogar als Therapiestollen für Atemwegserkrankungen genutzt. Zu finden von Ende März bis Anfang November, mit Preisen von 7,00 € für Erwachsene und 4,50 € für Kinder.
- Bergwerk Hallwangen / Grube Himmlisch Heer: Ein Silber- und Kupferbergwerk aus dem 16. Jahrhundert, das per Treppe zu erreichen ist. Geöffnet von Mai bis Oktober, meist sonntags von 13:00 bis 17:00 Uhr. Eintritt: 5,00 € für Erwachsene, 3,00 € für Kinder ab 6 Jahren.
- Museums-Bergwerk Schauinsland: Das größte Bergwerk Süddeutschlands bietet über 800 Jahre Bergbaugeschichte. Hier gibt’s sogar Führungen an fast jedem Tag in der Woche. Preise variieren je nach Tour zwischen 10,00 € und 28,00 €.
- Besucherbergwerk Teufelsgrund: Berühmt für seine Heilstollen und barrierefreien Rundwege – ideal für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Geöffnet von April bis Oktober, mit einem Eintrittspreis von 8,00 € für Erwachsene und 5,00 € für Kinder.
Die ersten Bestrebungen zur Erhaltung dieser faszinierenden Geschichte begannen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Tourismus war der Auslöser. 1905 entdeckte der Besitzer eines Hotels durch Zufall Überreste von Verhüttungsschlacken und fand den St. Georg Stollen. Das war der Beginn einer neuen Ära für den Schwarzwald. Im Jahr 1970 wurde die Grube Teufelsgrund als erstes Besucherbergwerk eröffnet – ein echter Meilenstein, der bis heute viele Besucher anzieht.
Die Grube Hella-Glück folgte nur kurze Zeit später und auch sie erfreut sich großer Beliebtheit. Beide Bergwerke haben von Anfang an großes Publikumsinteresse geweckt, das bis heute anhält. Die Zeit ist nicht stehen geblieben, und immer mehr historische Bergwerke werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein echtes Highlight im Schwarzwald!
