Am 16. Juli 2026 war Luzern der Schauplatz für ein aufregendes Comeback. Mujinga Kambundji, die erfolgreichste Schweizer Sprinterin, feierte nach der Geburt ihres Sohnes Léon ihr Comeback in der Leichtathletik. Es sind gerade mal 7,5 Monate vergangen, seit sie Mutter wurde, und sie hat sich bereits wieder auf die Bahn gewagt. Ihr erster Wettkampf nach dem Mutterschaftsurlaub fand in dieser malerischen Stadt statt, und die Aufregung war spürbar. Die Atmosphäre war elektrisierend, die Zuschauer waren gespannt, was die Athletin, die in der Vergangenheit Bestzeiten unter 11 Sekunden gelaufen ist, zeigen würde.

In Luzern lief Kambundji die 100 Meter in 11,33 Sekunden und die 200 Meter in 23,37 Sekunden. Auf den ersten Blick mag das nicht ganz mit ihrer persönlichen Bestzeit von 10,89 Sekunden, aufgestellt im Juni 2022 in Zürich, mithalten. Dennoch war sie positiv gestimmt und sah ihre Rückkehr als einen Lernprozess. Nach einem Vorlauf, in dem sie 11,42 Sekunden lief, steigerte sie sich im B-Final auf die bereits erwähnte Zeit von 11,33 Sekunden – ein kleiner Fortschritt, der sie mit Hoffnung erfüllt.

Ein neuer Lebensabschnitt

Mujinga beschreibt ihren aktuellen Zustand mit einer interessanten Auto-Metapher: „Der Motor ist stark, aber das Chassis kann noch nicht ganz mithalten.“ Es ist eine ehrliche Reflektion über die Herausforderungen, die das Muttersein mit sich bringt, besonders in Verbindung mit dem Leistungssport. Das Stillen hat ihre körperliche Verfassung beeinflusst – Sehnen, Bänder und Muskeln sind hormonell bedingt weicher, und das merkt sie beim Sprinten. Trotz aller Veränderungen und der Ungeduld, die sie manchmal verspürt, macht sie sich keinen Stress. Sie hat ihren Sohn Léon in ihren Trainingsalltag integriert, unterstützt von ihrer Familie und ihrer Schwester Ditaji, die eine wichtige Rolle in diesem neuen Lebensabschnitt spielt.

Bei den Schweizer Meisterschaften in Zürich hat Kambundji große Ziele: Sie möchte weitere Fortschritte erzielen und plant, an der EM in Birmingham teilzunehmen, insbesondere über die 200 Meter. Ihr Comeback-Rennen in Bulle hat ihr bereits gezeigt, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Die Jamaikanerin Elaine Thompson-Herah sagte kurzfristig ihren Start ab, was die Konkurrenzsituation für Kambundji etwas entspannte. Dennoch wurde ihr klar, dass sie sich gegen die internationale Konkurrenz, die in dieser Saison bereits Bestzeiten unter 11 Sekunden gelaufen ist, behaupten muss.

Der Weg zur Spitze

Sportlich gesehen ist Mujinga Kambundji eine Kämpferin. Sie hat festgestellt, dass ihr Körper sich geändert hat, und hat deshalb bereits mit Rückbildungsübungen begonnen. Ihr Partner Florian Clivaz, der auch ihr Trainer ist, unterstützt sie dabei, und gemeinsam meistern sie die Herausforderungen des Elternseins. Sie plant, Léon während des Trainings zu betreuen – das ist nicht nur eine praktische Lösung, sondern auch eine Herzensangelegenheit. Die nächsten Starts wird sie bald bekannt geben, und wir sind gespannt, wie sich ihre Form weiter entwickeln wird.

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In der Leichtathletik ist Kambundji ein Vorbild, nicht nur für ihre sportlichen Leistungen, sondern auch für den Umgang mit der Mutterschaft. Sie ist zuversichtlich, die 100 Meter wieder unter 11 Sekunden zu laufen und glaubt, bis 2027 wieder auf ihrem Niveau zu sein. Ihr Wechsel vom Ausrüster Nike zu On zeigt, dass sie auch in ihrer Karriere bereit ist, neue Wege zu gehen. Mit jedem Schritt, den sie auf die Bahn macht, zeigt sie, dass Spitzensport und Mutterschaft Hand in Hand gehen können.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Mujinga Kambundji weiter entwickeln wird. Ihre Rückkehr ist nicht nur ein Comeback, sondern auch eine inspirierende Reise, die vielen anderen Athletinnen zeigen kann, dass es möglich ist, Familie und Leistungssport zu vereinen. Die Gesellschaft hat noch einen langen Weg vor sich, um das Thema Mutterschaft im Spitzensport zu normalisieren, aber Kambundji ist auf dem besten Weg, ein Teil dieser Veränderung zu sein.