Heute ist der 11.05.2026, und Luzern steht vor einer spannenden, wenn auch etwas herausfordernden Zeit. Die Bauarbeiten am Bahnhofplatz beginnen bald, genauer gesagt am 18. Mai 2026. Das wird ganz schön was los sein! Zwischen den Haltekanten C und F wird sich ein Baustellenbereich erstrecken, was natürlich Einschränkungen für die Buslinien mit sich bringt. Die Linien 11 und 18 werden während der Bauzeit nur bis bzw. ab Pilatusplatz fahren. Das kann für den ein oder anderen Pendler eine kleine Herausforderung werden!
Die Bauarbeiten an der Pilatusstrasse, wo eine neue Doppelhaltekante entsteht, werden frühestens Mitte Juni 2026 starten und sollten spätestens bis Mitte September 2026 abgeschlossen sein. Und ja, es wird sogar Nachtarbeiten geben, denn tagsüber ist der Verkehr dort einfach zu stark. Das ist sicherlich nicht das, was man sich für seine Nachtruhe wünscht, aber die Signalisation und Kommunikation durch die VBL AG, die Stadt Luzern und den Kanton Luzern werden dafür sorgen, dass alle gut informiert sind. In den ersten Tagen werden zudem Mitarbeitende der VBL AG bereitstehen, um Fahrgästen den Weg zu weisen – eine gute Nachricht für alle, die sich irgendwie durch die Baustelle navigieren müssen.
Bauarbeiten und Kosten
Der zentrale Bahnhof Luzern ist nicht nur ein wichtiger Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr, er hat auch eine große Bedeutung für die Stadt. Täglich nutzen rund 61’000 Fahrgäste diesen Ort! Die Prognose zeigt sogar, dass die Frequenzen im öffentlichen Verkehr bis 2035 um bis zu 40% steigen könnten. Diese Bauarbeiten sind also nur der Anfang einer größeren, langfristigen Planung. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf etwa 3,8 Millionen Franken, wobei 1,5 Millionen Franken für die Fahrleitungen eingeplant sind. Auch der Bund wird sich voraussichtlich mit 1,2 Millionen Franken an den Bauarbeiten beteiligen.
Das ist jedoch nur ein kleiner Teil des großen Ganzen, denn die SBB plant im Rahmen des Ausbaus des Durchgangsbahnhofs Luzern noch viel mehr. Die ersten Schritte dafür beginnen bereits Anfang 2025, mit einem Bau- und Auflageprojekt für die erste Etappe, die den Tiefbahnhof und den Dreilindentunnel umfasst. Die Kosten für diese erste Etappe werden auf rund 3 Milliarden Franken geschätzt. Ein gewaltiges Vorhaben, das mit dem nächsten Ausbauschritt des Bundes finanziert werden soll. Das Bundesparlament wird im Rahmen der Botschaft 2027 entscheiden, ob und wie das Ganze weitergeht. Spannend, oder?
Langfristige Vision für die Bahninfrastruktur
Die Arbeiten am Bahnhof sind Teil eines größeren Plans, der schon 2009 mit dem Programm ZEB (Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur) ins Leben gerufen wurde. Dieses Programm wird 2024 angepasst und umfasst ein schweizweites Paket an Infrastrukturmaßnahmen im Umfang von 4,8 Milliarden Franken. Ziel ist es, die Kapazität für den Güterverkehr zu erhöhen und gleichzeitig den Personenverkehr zu verbessern. Im Ausbauschritt 2025 wird die Kapazität in großen Bahnknoten wie Luzern, Basel und Bern gesteigert. Man darf also gespannt sein, was die Zukunft bringt!
Eine der größten Herausforderungen bleibt die Finanzierung des eigentlichen Bauwerks des Durchgangsbahnhofs, die noch nicht vollständig gesichert ist. Der Bundesrat hat jedoch bereits einen Kostenrahmen von 5,1 Milliarden Franken für beide Etappen festgelegt. Die Gelder kommen aus dem Bahninfrastrukturfonds, und wir dürfen uns auf einen Baustart in den 2030er-Jahren freuen, der eine Bauzeit von schätzungsweise 11 bis 13 Jahren mit sich bringt. Es bleibt also viel zu tun und zu beachten – für die Stadt, die Reisenden und die zukünftige Entwicklung des öffentlichen Verkehrs!
Weitere Informationen zu diesem aufregenden Projekt finden sich auf den Webseiten der Stadt Luzern sowie der VBL AG. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln und wie die Luzerner im Alltag mit den Veränderungen umgehen werden!