In Luzern tut sich was. Die Innenstadt, die ein bisschen in die Jahre gekommen ist, bekommt frischen Wind. Eine Umfrage hat ergeben, dass viele Bürger sich eine ansprechendere Gestaltung wünschen. Ja, es scheint, die Leute haben genug von den trostlosen Plätzen und dem Mangel an Grünflächen. Daraufhin haben das City-Management Luzern und die Stadt ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das die Innenstadt aufpeppen soll. Und wie? Mit den neuen „City Lounges“! Diese hölzernen Möbel werden nun an verschiedenen Hotspots in der Alt- und Kleinstadt aufgestellt – darunter der Franziskanerplatz, der Reusssteg, der Hirschenplatz, der Schwanenplatz und der Löwengraben.

Die Idee dahinter ist simpel: Aufenthaltsqualität erhöhen und gleichzeitig mehr Grün in die Stadt bringen. Die Lounges sind mobil, das heißt, sie können bei Bedarf verschoben oder sogar abgebaut werden. Diese Flexibilität ist wichtig, denn die Stadt will in dieser ersten Saison Erfahrungen mit den mobilen Elementen sammeln. Man hat ja bereits bei temporären Anlagen, wie am Löwenplatz, gute Erfahrungen gesammelt. Übrigens, bis 2030 soll dort ein Park entstehen – bis dahin gibt’s temporäre Begrünungen.

Ein Hauch von Pop-Up-Parks

Die Rückkehr der Pop-Up-Parks in Luzern steht ebenfalls bevor. Von Juni bis September werden Parkplätze und Quartierstraßen in einladende Parks umgestaltet. Das hat schon im Coronasommer 2020 funktioniert, und die Stadt ist nach wie vor zufrieden mit dem Projekt. Die Stadt hat sogar Material für die Parks im Lager – da fehlt es nicht an Ideen! Und die Bürger sind eingeladen, Vorschläge für weitere Standorte einzureichen. Geissmatthöhe steht bereits fest, aber vielleicht gibt es ja noch andere Plätze, die dringend etwas Grün vertragen können?

Man könnte sich fragen, wie das alles in den größeren Kontext der Schweizer Raumentwicklung passt. Laut dem Bundesamt für Raumentwicklung leben fast drei Viertel der Bevölkerung in Städten und Agglomerationen. Das hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Während in urbanen Gebieten rund 80% der Arbeitsplätze zu finden sind, schreitet die Zersiedelung voran – und das oft auf Kosten des Kulturlandes. Ein Drittel des Schweizer Staatsgebiets sind Landwirtschaftsflächen, was zeigt, wie wichtig es ist, auch in der Stadt auf eine sinnvolle Nutzung des Bodens zu achten.

Die Stadtverwaltung hat also nicht nur die Lebensqualität der Bürger im Blick, sondern auch die nachhaltige Nutzung von Flächen. Wenn mehr Menschen in den Städten leben, müssen wir einfach klüger mit unseren Ressourcen umgehen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Innenstadt von Luzern entwickeln wird und ob die neuen City Lounges tatsächlich dazu beitragen, das Stadtbild einladender zu gestalten.

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