Heute ist der 1.07.2026 und wir schauen auf die jüngsten Entwicklungen in der Wildtierpolitik der Schweiz, speziell im Hinblick auf die Fuchsjagd. Der Kanton Zug hat kürzlich einen bedeutenden Schritt gemacht, der in der gesamten Region für Gesprächsstoff sorgt. Pascal Wolf, ein Jurist aus Luzern, hat mit seiner Petition eine 25-seitige SWILD-Studie angestoßen, die in der Jagdkommission des Kantons Zug am 16. Juni 2026 zu einer Entscheidung führte: Die proaktive Förderung der Fuchsjagd wird gestoppt.

Doch während Zug einen neuen Kurs einschlägt, sieht es im Kanton Luzern ganz anders aus. Hier wurde die gleiche Petition am 11. Mai 2026 mit einem überwältigenden Stimmenverhältnis von 105 zu 0 abgelehnt. Diese politische Divergenz zwischen Zug und Luzern zeigt sich auch in der Reaktion auf Wolfs Eingabe, die auf ein Missverständnis in der Wildtierpolitik hinweist. Die Luzerner Kantonsrätin Sabine Heselhaus äußerte in ihrem kritischen Kommentar, dass die Fuchsjagd gesundheitspolitisch nicht sinnvoll sei. Ihre Argumentation wird von wissenschaftlichen Studien gestützt und wirft Fragen auf, ob die Jagd tatsächlich zur Seuchenprävention beiträgt.

Ein Blick auf die Fakten

Die SWILD-Studie hat einige aufschlussreiche Ergebnisse zutage gefördert. So zeigt sie, dass die Patentjagd auf Füchse weder die Populationsgröße nachhaltig reduziert, noch Wildkrankheiten eindämmt. Im Kanton Zug wurden zwischen 2000 und 2025 jährlich rund 308 Füchse erlegt, eine Zahl, die tendenziell sinkt. Und was die Gesundheit betrifft: Intensive Bejagung hat nicht zur Senkung der Prävalenz von Echinococcus multilocularis beigetragen. Es stellt sich die Frage, ob die Tradition der Fuchsjagd wirklich noch zeitgemäß ist.

In anderen Kantonen, wie zum Beispiel Zürich, wird die Fuchsjagd ebenfalls praktiziert. Hier zweifeln Wissenschaftler und einige Jäger:innen an der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen. Sie warnen, dass die Jagd auf Füchse nicht wirklich regulierend wirkt. Sandra Gloor, eine Expertin auf diesem Gebiet, bringt ein Beispiel aus den 70er und 80er Jahren an: Die Bekämpfung der Tollwut durch intensive Jagd und das Vergasen von Bauten führte nicht zu einer Reduktion des Virus, sondern zu einer erhöhten Mobilität der Füchse. Erst eine breitflächige Impfkampagne konnte die Tollwut erfolgreich eindämmen.

Die Rolle der Füchse im Ökosystem

Eines ist klar: Füchse übernehmen wichtige Rollen in unserem Ökosystem. Sie sind Aasfresser und helfen, die Population von Nagetieren im Zaum zu halten. Darüber hinaus tragen sie zur Verbreitung von Pflanzensamen bei. Ein modernes Fuchsmanagement sollte diese ökologischen Funktionen stärker berücksichtigen, anstatt sich auf veraltete Ansätze zu stützen. Vorschläge, die die Begrenzung des Nahrungszugangs oder die Integration nicht letaler Methoden beinhalten, könnten eine nachhaltige Lösung darstellen.

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Die Unterschiede in der Herangehensweise der beiden Kantone verdeutlichen, dass es kein „One-Size-Fits-All“-Modell für die Wildtierpolitik gibt. Zug hat externe Studien in seine Entscheidungsfindung einbezogen, während Luzern auf interne Quellen setzte. Ein interessanter Kontrast, der zeigt, wie unterschiedlich die Ansichten über den Umgang mit Wildtieren in der Schweiz sind.