Der Meisterheld wechselt die Seiten: Bertone startet sein neues Kapitel in Luzern
Heute ist der 20.06.2026 und die Fussballwelt dreht sich schneller als je zuvor. In Luzern haben die Fans Grund zur Freude – Leonardo Bertone, der Meisterheld des FC Thun, wechselt zum FC Luzern. Ein Wechsel, der für viele überraschend kommt, denn Bertone war nicht nur ein zentraler Spieler bei Thun, sondern auch ein Führungsspieler, dem die Fans in der Berner Oberlandstadt viel zu verdanken haben. Mit 11 Toren und 2 Assists in 33 Super-League-Spielen hat er seine Spuren hinterlassen und war maßgeblich am Meistertitel in der Saison 2025/2026 beteiligt. Jetzt, mit 32 Jahren, unterschreibt er einen Vertrag bis 2028 mit einer Option auf eine weitere Saison. Es scheint fast so, als würde eine Ära enden.
Doch wie kam es zu diesem Wechsel? Thun-Präsident Andres Gerber schilderte den Wechselwunsch von Bertone als schleichenden Prozess. Man könnte sagen, es war wie ein leiser Wind, der durch die Kaderplanung zog. Gerber äußert keine Angst vor einem Kader-Ausverkauf, obwohl viele Fans besorgt sind. „Veränderungen sind normal“, sagt er und spricht die Ängste der Anhänger an. Seine Zuversicht, dass der Kader aktiv zusammengestellt wird und Abgänge kompensiert werden, könnte den Fans ein wenig Trost spenden.
Ein neuer Anfang in Luzern
Bertone wird direkt zum Saisonauftakt gegen seinen ehemaligen Klub spielen – ein Duell, das für viele emotionale Momente sorgen wird. „Es wird sicher ein komisches Gefühl“, könnte er denken, wenn er das grüne Feld betritt. Die Ablösesumme für den Mittelfeldspieler bleibt derweil ein gut gehütetes Geheimnis, aber die offizielle Bestätigung zeigt, dass der Wechsel nicht nur aus sportlichen, sondern auch aus strategischen Gründen passiert ist. Gerber erwähnte, dass finanzielle Aspekte für Thun nicht ausschlaggebend waren, aber in der Super League ist Geld oft ein entscheidender Faktor. Schließlich haben die Luzerner im Vorjahr die Champions Group verpasst und sind hungrig auf einen Neuanfang.
Die Transferbilanz der Super League zeigt, dass sowohl Zugänge als auch Abgänge in dieser Saison auf dem Vormarsch sind. Bislang wurden 260 Spieler verkauft, während 264 neue Gesichter in die Liga kommen. Das Durchschnittsalter der Neuzugänge liegt bei 22,2 Jahren – frisches Blut für die Teams. Und mit Bertone, der als älterer Hase unter den Neuen zählt, wird Luzern versuchen, die Balance zwischen Erfahrung und jugendlichem Elan zu finden.
Die Sorgen der Fans über einen möglichen Ausverkauf bei Thun sind verständlich. Doch Gerber bleibt optimistisch. Veränderungen, so sagt er, sind notwendig, um eine Sättigung im Team zu vermeiden. Und in der Welt des Fussballs sind solche Wechsel fast schon das Salz in der Suppe. Mit einem tiefen Atemzug können die Thuner die nächsten Schritte planen und sich auf die kommenden Herausforderungen konzentrieren, während Bertone in Luzern sein neues Kapitel aufschlägt – und die Fans gespannt auf die nächsten Spiele warten.
