In der traumhaften Region Graubünden, wo die Berge das Herz höher schlagen lassen, gibt es für Mountainbike-Enthusiasten eine Vielzahl an Möglichkeiten. Flims Laax ist eine der am besten erschlossenen Bike-Regionen, die mit einem dichten Netz an Lifte, beschilderten Trails und einem strukturierten Angebot für schnelles Fahren aufwartet. Hier erwartet die Biker nicht nur der legendäre Runca Trail, der regelrecht zur Wiederholung einlädt, sondern auch die flüssigen und gut lesbaren Trails, die durch ihre weichen Übergänge Raum für gesellige Interaktionen schaffen. YouTuber Jasper Jauch bringt es auf den Punkt: Das Fahren in Gruppen verwandelt die gesamte Erfahrung. Statt auf einzelne Highlights zu setzen, stellt Flims Laax die Entwicklung erlebnisreicher Tage in den Vordergrund.
Für die Planung der perfekten Mountainbike-Tour gibt es einige nützliche Tipps. Wer den Runca Trail fahren möchte, sollte früh aufbrechen, um die niedrige Frequenz der Trails auszunutzen. Der Nagens Trail hingegen eignet sich hervorragend für den Nachmittag, da er eine längere Abfahrt mit vielen Variationen bietet. Eine weitere spannende Option ist die Vorab – Rheinschlucht, die eine abwechslungsreiche Top-to-Bottom-Option darstellt. Und auch für die Zeit abseits des Bikes sollte man sich den Caumasee oder den Crestasee unbedingt einplanen. Ein Abend bei der Flem Mountain Lodge, wo Ex-Profis wie Anita und Caro Gehrig ihre Erfahrungen teilen, rundet das Erlebnis ab.
Vielfältige Trails in Graubünden
Doch Graubünden hat noch mehr zu bieten. Im Engadin Samnaun Val Müstair finden sich längere Wege und weniger inszenierte Übergänge. Hier beginnen die Touren oft unspektakulär mit langen Anstiegen, was laut Journalistin Katharina Kestler zu einer stärkeren Konzentration auf die Umgebung führt. Die Trails geben das Tempo vor und fordern bewusstere Entscheidungen. Besonders zu empfehlen sind der Mineralwasser-Brunnen und das Brunnenbad Scuol für eine erfrischende Pause zwischendurch. Und wer kulinarisch auf den Geschmack kommen möchte, sollte die lokalen Spezialitäten wie die köstliche Nusstorte und das Bündnerfleisch nicht verpassen.
Im Disentis Sedrun hingegen erwartet die Biker eine weniger ausgebaute Infrastruktur, dafür aber eine klare Dramaturgie der Trails. Die Strecken sind einfacher zu lesen und fügen sich direkt in die beeindruckende Landschaft ein. Abenteurer Peter Baumeister hebt die besonderen Momente zwischen den Trails hervor, und die Strecke rund um den Oberalppass ist ein wahres landschaftliches Highlight. Hier lohnt es sich, bewusst Zeit im Benediktinerkloster Disentis zu verbringen und die regionale Küche, wie die berühmten Capuns im Hotel Alpsu, als Energielieferant zu genießen.
Ein Paradies für Mountainbiker
Graubünden ist ein wahres Paradies für Mountainbiker mit über 2.500 Kilometern markierten Mountainbike-Trails. Auf komoot sind mehr als 2.100 Mountainbike-Touren für alle Schwierigkeitsgrade verfügbar. Egal, ob man Downhill-Strecken in Bikeparks wie Lenzerheide und Alpenbikepark Chur oder die anspruchsvollen alpine Abfahrten sucht – die Region hat für jeden etwas zu bieten. Über 220 der Touren sind als leicht eingestuft und eignen sich somit hervorragend für Anfänger und Familien. Wer die alpine Schönheit Graubündens hautnah erleben möchte, findet zahlreiche Trails mit atemberaubenden Panoramen, wie die 3-Seen-Tour.
Die Hauptsaison für Mountainbiking erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei viele Trails Durchschnittsbewertungen von 4,6 Sternen aus über 16.000 Bewertungen erhalten haben. Zudem gibt es bikefreundliche Hotels mit Annehmlichkeiten wie Fahrradgaragen und Werkstätten, die das Mountainbiker-Leben angenehm gestalten. So wird jeder Tag in Graubünden zu einer unvergesslichen Erfahrung, die die Leidenschaft für das Mountainbiken entfacht und die Schönheit der Natur in den Vordergrund stellt.