Heute ist der 26.05.2026 und die Diskussionen rund um die Finanzen im Kanton Glarus sind alles andere als langweilig. Glarner SVP-Landrat Markus Schnyder und sein Parteikollege Adrian Hager haben sich zu Wort gemeldet und fordern eine Steuerrückgabe bei den strukturell nicht benötigten Überschüssen. Es scheint, als ob sich die Kassen in vielen Kantonen erfreulich füllen – oft fallen die Jahresrechnungen positiv aus, und das lässt die Politiker nicht kalt. So wird im Kantonsrat Zug zurzeit eine FDP-Motion zur Steuerrückgabe diskutiert. Auch im Kanton Glarus hat man ein Postulat zur Steuerrückgabe eingereicht. Man könnte sagen, die Glarner machen ernst, wenn es darum geht, dass die Bürger von den finanziellen Erfolgen des Staates profitieren.

Die SVP-Landräte argumentieren, dass in mehreren Kantonen bei der Budgetierung deutlich um mehrere Hundert Millionen Franken verschätzt wurde. Ein Vorschlag von ihnen ist, die ausserordentlichen Überschüsse teilweise an die Bevölkerung zurückzugeben – und das klingt doch nach einer fairen Sache, oder? Im Postulat wird sogar ein Steuergutschrift-Modell als Möglichkeit genannt, um die fiskalische Disziplin zu stärken und die Budgetgenauigkeit zu erhöhen. Allerdings fordern die SVP-Politiker keine sofortige Einführung, sondern möchten, dass der Glarner Regierungsrat die Sache vertieft prüft. Man orientiert sich dabei an der FDP-Motion im Kanton Zug, die eine Rückzahlung bei zu hohen Einnahmen vorsieht. Die Diskussion über diese Motion wurde allerdings auf die nächste Sitzung Anfang Juli verschoben.

Die aktuellen Haushaltszahlen im Kanton Glarus

Doch wie sieht es konkret mit dem Budget aus? Am 3. Oktober 2023 hat der Regierungsrat sein Budget für 2024 sowie den Aufgaben- und Finanzplan (IAFP) für 2025–2027 verabschiedet. Leider sieht das Budget 2024 einen Aufwandüberschuss von 6,7 Millionen Franken vor. Der Aufwand beläuft sich auf 439,4 Millionen Franken, während der Ertrag nur 432,6 Millionen Franken beträgt. Das klingt nicht nach einer rosigen Zukunft. Um die Kassen etwas zu füllen, sind brutto Investitionen in Höhe von 65,7 Millionen Franken geplant. Aber auch hier liegt der Selbstfinanzierungsgrad mit -1,5 Prozent im negativen Bereich.

Der IAFP prognostiziert für die nächsten Jahre sogar Aufwandüberschüsse zwischen 10,6 und 19,0 Millionen Franken. Ein Blick auf die Nettoinvestitionen zeigt, dass in verschiedene Bereiche wie den Unterhalt der Kantonsstrassen oder die Entwässerung in Braunwald investiert werden soll. Das klingt ja alles ganz schön, aber die Prognosen deuten darauf hin, dass keine Entspannung der finanziellen Situation in Sicht ist. Die Hauptursache? Deutliche Kostensteigerungen, insbesondere im Gesundheitsbereich und beim kantonalen Finanzausgleich.

Entlastungspaket für die Zukunft?

Um den Herausforderungen zu begegnen, plant der Regierungsrat ein Entlastungspaket, das dem Landrat bis Ende September 2024 vorgelegt werden soll. Der Fokus liegt darauf, Aufgaben zu streichen und Leistungen einzuschränken, um das mittelfristige Haushaltsgleichgewicht einzuhalten und zukünftige Steuererhöhungen zu vermeiden. Das klingt nach einer heiklen Gratwanderung, denn die Unterstützung von Regierungsrat, Landrat und Landsgemeinde ist unerlässlich für eine stabile Finanz- und Fiskalpolitik.

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Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Diskussionen um die Steuerrückgabe entwickeln und welche Maßnahmen tatsächlich ergriffen werden, um die finanzielle Situation im Kanton Glarus zu verbessern. Die Menschen hierzulande sind sicher gespannt, ob sie bald mit einer Steuerrückgabe rechnen können und wie die politischen Entscheidungen den Alltag der Bürger beeinflussen werden. Ein Kompromiss zwischen den finanziellen Herausforderungen und den Bedürfnissen der Bevölkerung ist gefragt – und die Zeit wird zeigen, wie kreativ die Lösungen letztendlich sein werden. Die Zukunft ist ungewiss, aber eines steht fest: Die Glarner lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen!