In Genf, wo die Uhren ein wenig langsamer ticken und die Luft nach frischem Croissant riecht, hat sich ein Vorfall ereignet, der nicht nur für Aufregung sorgt, sondern auch die Fragen zur Sicherheit im Luftverkehr neu aufwirft. Zwei Piloten der Schweizer Fluggesellschaft Swiss hatten sich im Mai 2026, nach einer feuchtfröhlichen Nacht im Crewhotel, offensichtlich nicht mehr im Griff. Sie wollten alkoholisiert einen Airbus A220 steuern – ein gewagter Schritt, der glücklicherweise von aufmerksamen Crewmitgliedern verhindert wurde.

Die Situation wurde schnell brenzlig, als die Crew bemerkte, dass ihre Kollegen nicht in der besten Verfassung waren. Anstatt im Cockpit zu sitzen, mussten die beiden Piloten ersetzt werden, was ein weiteres Mal zeigt, wie wichtig ein funktionierendes Sicherheitssystem ist. Denn die Piloten selbst erkannten ihren Zustand nicht und meldeten sich nicht als fluguntauglich. Das ist schon ein starkes Stück, oder? Immerhin missachteten sie die gesetzliche Promillegrenze von 0,2 und die Airline-Vorgabe von 0,0 Promille – so etwas sollte einfach nicht passieren.

Ein Blick auf die Vorschriften

Der Vorfall wirft auch ein Licht auf die strengen Regeln, die für Cockpitcrews gelten. In Europa gilt die Regel „Eight hours from bottle to throttle“, was bedeutet, dass zwischen dem letzten Drink und dem Dienstantritt mindestens acht Stunden liegen sollten. Bei Airlines wie Swiss ist es sogar üblich, dass diese Zeitspanne auf zwölf Stunden ausgeweitet wird. Das klingt vernünftig, oder? Und doch gibt es immer wieder Berichte, dass Piloten und Flugbegleiter in der Luft unterwegs sind, während sie einen „Schluck“ zu viel hatten. In Österreich und Deutschland sind solche Vorkommnisse leider keine Seltenheit.

Die betroffenen Piloten sind bis auf Weiteres vom Dienst suspendiert und dürfen keine Flüge durchführen, bis der Vorfall intern aufgearbeitet ist. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt in der Schweiz wurde umgehend informiert. So etwas muss einfach gründlich untersucht werden, denn die Sicherheit der Passagiere steht an oberster Stelle. Die Verantwortung liegt nicht nur bei den Piloten, sondern auch beim gesamten Team, inklusive des Kapitäns, der für das Verhalten der Besatzung verantwortlich ist.

Alkoholverbote und deren Bedeutung

Die Bedeutung eines strengen Umgangs mit Alkohol in der Luftfahrt kann kaum genug betont werden. Denn, ganz ehrlich, wer möchte schon in einem Flugzeug sitzen, dessen Besatzung vielleicht nicht ganz nüchtern ist? Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat deshalb schon vor einiger Zeit einheitliche Alkohollimits eingeführt. Aber auch mit solchen Regelungen ist es unerlässlich, wachsam zu bleiben. Ramp-Checks, also Kontrollmaßnahmen, können ohne konkreten Verdacht durchgeführt werden – eine gute Sache, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle nicht zur Gewohnheit werden.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Es ist kein Geheimnis, dass der Druck, der auf Piloten lastet, enorm ist. Aber der Weg ins Cockpit sollte niemals über den Genuss von Alkohol führen. Vielleicht sollten alle Beteiligten sich nochmals die Frage stellen: Ist ein „Feierabendbier“ wirklich so wichtig, dass man die eigene Verantwortung aufs Spiel setzt? In jedem Fall bleibt zu hoffen, dass solcherlei Vorfälle in Zukunft der Vergangenheit angehören.