Heute ist der 28.05.2026 und in Genf versammelten sich Kurd:innen aus der Schweiz, um auf die prekäre Situation von Abdullah Öcalan aufmerksam zu machen. Diese Kundgebung trug den Titel „Recht auf Hoffnung“ und war ein eindringlicher Appell an die internationale Gemeinschaft. Der Anlass? Eine Übergabe eines Dossiers an den UN-Menschenrechtsrat, durch Vertreter:innen des Demokratischen Kurdischen Rates der Schweiz (CDK-S). Dilan Çetinkaya, die Ko-Vorsitzende, war mit von der Partie, unterstützt von Hasan Odabaşı und Osman Tekin. Sie alle waren entschlossen, für die Rechte und die Freiheit von Öcalan zu kämpfen.
Es war ein warmer Tag in Genf, und die Atmosphäre war aufgeladen mit Hoffnung und Entschlossenheit. Aktivist:innen und Vertreter:innen kurdischer Organisationen protestierten lautstark gegen die Isolation Öcalans, der seit vielen Jahren in Haft sitzt. In einem Gespräch, das etwa eineinhalb Stunden dauerte, wurden die UN-Vertreter:innen mit der Frage konfrontiert, wie es um das Vertrauen in die Haltung des türkischen Staates stehe. Die Delegation wies darauf hin, dass internationale Institutionen bereits viele Eingaben zur Situation Öcalans erhalten hatten, jedoch ohne dass konkrete Maßnahmen ergriffen wurden. Dilan Çetinkaya betonte eindringlich, dass das „Recht auf Hoffnung“ ein durch internationales Recht geschütztes Grundrecht sei. Die fortgesetzte Verweigerung dieses Rechts wird als klarer Verstoß gegen internationale Standards angesehen.
Ein Gespräch mit der UN
Die Diskussion über den aktuellen politischen Prozess in der Türkei war nicht nur eine bloße Formalität. Es ging um viel mehr als nur Worte. Die kurdischen Vertreter:innen forderten ein Umdenken und eine aktive Rolle der UN im Hinblick auf das Schicksal Öcalans. Çetinkaya kritisierte vehement die Verzögerungen des türkischen Staates im politischen Prozess und stellte die Frage, ob die internationalen Institutionen genug Druck ausüben, um Veränderungen herbeizuführen. Ihre Stimme klang durchdringend und voller Überzeugung, und es war spürbar, wie sehr ihr das Thema am Herzen lag.
Die Bedeutung Abdullah Öcalans für eine demokratische Lösung der kurdischen Frage wurde nochmals klar herausgestellt. Öcalan gilt nicht nur als Symbol der kurdischen Bewegung, sondern auch als Schlüssel zu einem möglichen Frieden in der Region. Die Teilnehmer:innen der Kundgebung hatten sich aufgemacht, um diese Botschaft in die Welt zu tragen. In Genf, der Stadt der Diplomatie, war der Aufruf nach Gerechtigkeit und Menschlichkeit laut und unüberhörbar.
Hoffnung und Ausblick
Was bleibt von diesem Tag? Ein Gefühl von Hoffnung, trotz der Schwierigkeiten. Die Kurden in der Schweiz und anderswo geben nicht auf. Diese Aktion war mehr als nur ein Protest; sie war ein Zeichen des Zusammenhalts und der Entschlossenheit. Die Menschen hier wissen, dass die Diskussionen in Genf ein kleiner, aber wichtiger Schritt sind. Ob und wie die internationale Gemeinschaft reagieren wird, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Die Stimmen der Kurd:innen werden weiterhin gehört werden, und das „Recht auf Hoffnung“ bleibt ein zentraler Kampf.