Heute ist der 11.07.2026 und ich sitze hier in Genf, der Stadt, die einmal hoch im Kurs stand, aber nun im Global Liveability Index zurückgefallen ist. Kopenhagen hingegen, die dänische Metropole, hat es tatsächlich geschafft, sich zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz zu sichern. Das ist schon eine bemerkenswerte Leistung! Wer hätte gedacht, dass die dänische Hauptstadt die Nase so weit vorn hat? Mit einer perfekten Punktzahl in den Bereichen Stabilität, Bildung und Infrastruktur sowie 95 Punkten im Gesundheitswesen und der Kultur strahlt Kopenhagen wie ein Leuchtturm in der sonst so trüben Rankinglandschaft.

Was macht Kopenhagen so besonders? Nun, der Global Liveability Index, der jährlich vom britischen „Economist“ erstellt wird, bewertet 173 Städte anhand von 30 Indikatoren in fünf Kategorien. Und in diesen Kategorien hat Kopenhagen einfach abgeräumt. Das lässt einen fast ein bisschen neidisch werden – vor allem, wenn man sieht, dass Zürich und Genf zurückgefallen sind. Zürich hat es auf den fünften Platz geschafft, während Genf nur den sechsten Platz belegt. Beides ist ein Rückschritt, und das vor allem in den Bereichen Kultur und Umwelt. Da könnte man sich schon fragen, wo die Reise hingeht.

Ein Blick auf die Konkurrenz

In der aktuellen Rangliste hat Wien mit 97,1 Punkten den zweiten Platz erobert und damit die Schweizer Städte vom Podest gestoßen. Und auch Melbourne hat sich auf den dritten Platz geschlichen, während Sydney auf dem vierten Platz verharrt, aber punktgleich mit dem Vorjahr ist. Es ist schon spannend zu beobachten, wie sich die Städte im Ranking verschieben. Westeuropa bleibt zwar die Region mit der höchsten Lebensqualität, doch die Durchschnittswertung stagniert. Eine Entwicklung, die einen zum Nachdenken anregt – was läuft da schief?

Interessanterweise haben wir auch einen Blick nach Asien geworfen. Neun asiatische Städte befinden sich in den Top 20 und zeigen, dass China sich im Ranking verbessert hat, vor allem durch eine bessere Gesundheitsversorgung. Das ist ein starkes Signal und lässt vermuten, dass sich die Lebensqualität in diesen Städten ebenfalls steigern könnte. Aber gleichzeitig sehen wir, dass Städte im Nahen Osten zurückfallen, vor allem aufgrund des Krieges im Iran. Maskat und Kuwait-Stadt haben um 14 bzw. 12 Plätze verloren. Das ist ein trauriges Bild.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Für die Schweiz, die traditionell für ihre hohe Lebensqualität bekannt ist, sind die Rückgänge in Zürich und Genf ein Weckruf. Die Städte müssen sich dringend Gedanken machen, wie sie ihre Kultur und Umwelt aufpolieren können. Das ist keine kleine Aufgabe, aber notwendig, um im globalen Wettbewerb nicht weiter zurückzufallen. Die Menschen hier, so scheint es, sind hungrig nach einer lebendigen und kreativen Stadtentwicklung. Vielleicht sollten wir uns ein bisschen mehr von Kopenhagen abschauen, wo man es geschafft hat, diese Balance zu finden.

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Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Rankings in den kommenden Jahren entwickeln werden. Vielleicht sehen wir schon bald neue Ansätze und Ideen, die das Leben in unseren Städten bereichern. Wer weiß, vielleicht wird der nächste Global Liveability Index ja schon wieder ganz anders aussehen!