Heute ist der 20.05.2026 und wir blicken auf einen wahnsinnigen Hype um die neuen «Royal Pop»-Taschenuhren von Swatch und Audemars Piguet. Wer hätte gedacht, dass Uhren nicht nur für den Zeitmesser, sondern auch als Geldanlage so heiss begehrt sind? Die Uhren, die im Laden für 350 Franken über die Ladentheke gehen, erzielen online Preise zwischen 800 und über 2000 Franken! Da wird manch einer hellhörig und überlegt, ob das nicht eine goldene Gelegenheit ist. Man könnte meinen, die Käufer stehen Schlange, als wäre es das letzte Stück Schokolade in der Schweiz. Und tatsächlich, das Swatch-Geschäft in Zürich war am Dienstag ruckzuck ausverkauft – trotz der hohen Nachfrage. Die Spannung ist fast greifbar.
Doch der Hype hat nicht nur fröhliche Gesichter gebracht. In Städten wie Mailand und Birmingham kam es zu Auseinandersetzungen, die sogar Polizeieinsätze nach sich zogen! Das ist schon ein wenig verrückt, oder? Es scheint, als ob Swatch und Audemars Piguet die Uhren absichtlich knapp halten, um die Nachfrage weiter anzuheizen. Wulf Schuetz, ein Uhrenexperte, hat festgestellt, dass Swatch es meisterhaft versteht, Hype-Phasen zu erzeugen. Das war auch schon bei der «Moonswatch» der Fall. Diese Marketingstrategie lässt die Uhrenliebhaber nicht kalt. Tom Beitschall von Chrono24 merkt an, dass solche Hype-Momente oft mit Marken hoher kultureller Strahlkraft und einem begrenzten Angebot einhergehen.
Die Kunst des Uhrenkaufs
Der Sekundärmarkt für Uhren ist ein faszinierendes, aber auch unberechenbares Terrain. Rolex zum Beispiel hat eine eigene Dynamik, die durch Modelländerungen zu Preisbewegungen führt. Die Digitalisierung hat dem Markt jedoch einen Schub gegeben und macht ihn transparenter. Die sogenannten „Flipper“, also Händler, die Uhren schnell kaufen und verkaufen, haben in diesem Kontext an Bedeutung gewonnen. Aber Vorsicht! Uhren sind zwar als Sachwerte zunehmend gefragt, doch sie unterliegen Geschmackszyklen und sind nicht reguliert. Wer hier investieren möchte, sollte sich über die Kriterien für die Auswahl von Uhren als Geldanlage im Klaren sein: stabile Nachfrage, Qualität und hohe Liquidität sind das A und O.
Empfohlene Marken für Geldanlagen sind neben Rolex auch Patek Philippe und Audemars Piguet, insbesondere deren Sportmodelle aus Edelstahl. Zustand und Dokumentation der Uhren spielen eine entscheidende Rolle für den Wiederverkaufswert. Und ganz wichtig: Die Begeisterung für die Uhr sollte nicht zu kurz kommen, auch wenn man sie als Geldanlage betrachtet. Denn am Ende des Tages, wer möchte nicht eine Uhr besitzen, die man auch mit Freude tragen kann?
Der neue Star: Royal Pop
Besonders spannend ist die limitierte Kollektion der Swatch x Audemars Piguet Royal Pop, die am 16. Mai 2026 erschienen ist. Diese Zusammenarbeit zwischen den beiden Marken verspricht nicht nur aufregendes Design, das sich am berühmten Royal Oak orientiert, sondern auch die Verwendung innovativer Bioceramic-Technologie. Der Preisbereich reicht von 300 bis 500 Euro, mit Premium-Editionen, die möglicherweise bis zu 800 Euro kosten. Umso bemerkenswerter ist, dass die Uhren ausschließlich im Geschäft verkauft werden – Online-Verkäufe? Fehlanzeige! Damit wird der Drang, diese Uhren zu besitzen, nur noch verstärkt.
Nach der vorherigen Kollaboration, der MoonSwatch, die nach ihrem Launch für 600 bis 1.500 Euro gehandelt wurde, aber sechs Monate später auf 300 bis 400 Euro fiel, sind die Vermögensberater jetzt vorsichtiger. Sie warnen vor blindem Hype bei Luxusuhren als Geldanlage. Die BaFin rät sogar zur Vorsicht bei alternativen Sachwertanlagen, da diese oft illiquide sind und von Markttrends abhängig. Wer überlegt, in Uhren zu investieren, sollte sich Fragen stellen wie: Wie viel Kapital kann ich investieren? Was ist mein Anlagehorizont? Und bin ich bereit, die Uhren später zu verkaufen? Die Risiken sind nicht zu unterschätzen!
Die großen Namen der Uhrenwelt
Wer sich mit Uhren als Kapitalanlage beschäftigt, kommt an den großen Namen nicht vorbei. Patek Philippe gilt als Garant für Qualität und Werthaltigkeit, mit weniger als 1 Million produzierten Uhren seit 1839. Lange Wartezeiten für bestimmte Modelle sind da fast schon ein Statussymbol. Auch Rolex, bekannt für Präzision und Robustheit, erfreut sich enormer Beliebtheit, insbesondere mit Modellen wie der Submariner oder Daytona. Die Preissteigerungen sprechen dabei Bände – von 8.550 Euro im Jahr 2020 auf 10.500 Euro im Jahr 2024. Und das sind nur einige Beispiele, die das Potenzial von Uhren als Wertanlage verdeutlichen.
Uhren sind also viel mehr als nur Zeitmesser. Sie sind Ausdruck von Lebensstil, Leidenschaft und, ja, auch von Investitionsmöglichkeiten. Mit all den Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, ist es kein Wunder, dass die Diskussion um Uhren als Geldanlage immer intensiver wird. Egal ob als Liebhaber oder als Investor – bei den Royal Pop und Co. ist für jeden etwas dabei. Vielleicht ist es ja an der Zeit, sich die eine oder andere Uhr ins Auge zu fassen und die eigene Sammlung zu erweitern.